Glosse Hochtaunus

Philipp: Na, bei euch beiden ist ja ganz schön was los. In Homburg verschwinden die Millionen aus dem Tresor, und in Orschel laufen sie mit Maschinengewehren ins Café, um die armen Gäste um ihre goldenen Uhren und Halsketten zu bringen. Und das mitten in der Nacht!

Ursel: Sodom und Gomorrha! Wo soll das bloß hinführen? Hier ist ja bald genauso Klein-Chicago wie in Friedrichsdorf.

Fritz: Bei dir vielleicht. Meine Homburger machen das mit Köpfchen.

Ursel: Hahaha! Ganz schlau das Köpfchen am offenen Spielbank-Tresor in die Kamera gehalten. Und jetzt will er seinen Kopf aus der Schlinge ziehen.

Fritz: Aber das werden Kurdirektor und Spielbank-Chef ganz sicher zu verhindern wissen.

Ursel: Hätten wir in Orschel mal Videomaterial gehabt. Dann wüssten wir wenigstens, ob das Fluchtauto der Café-Räuber schwarz oder weiß war oder ob sie vielleicht sogar den Nachtbus genommen haben.

Philipp: Da lob ich mir mein friedliches Friedrichsdorf, wo das Friedvolle schon im Namen steckt. Sogar unser Friedhof wird mit einer Friedwiese immer friedlicher.

Fritz: Friedlich ist für mich anders: Die Gendarmen in deiner Stadt melden hysterische Amazonen, die Polizisten bespucken und beißen, Räuber, die Schmuck entwenden, und junge Leute, die unter Drogeneinfluss Auto fahren. Das hätte es zu meiner Zeit alles nicht gegeben.

Ursel: Ach Fritz, du und deine heile Welt. Denk mal zurück an den Sturm auf Kopenhagen, damals 1659, als du dein Bein verloren hast. Das war alles andere als friedlich.

Philipp: Apropos Frieden. Ihr könnt ja noch in der Vergangenheit spazieren gehen. Ich schaue nach vorne und mache für eine friedliche und sichere Welt bei der Europawahl am 26. Mai mein Kreuzchen an der richtigen Stelle.

Ursel: Ach, das ist ja schon so bald. Komm Fritz, lass uns schnell die Briefwahlunterlagen anfordern, damit wir von unserer Wolke aus auch was für Europa tun können.

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