(S)TÜRMisches

„Maschinen“
,
Roman von

Ian McEwan; Diogenes 2019; 25 Euro

Charles Friend, ein angenehmer, nicht sehr ambitionierter Zeitgenosse, kauft für viel Geld einen von 11 Adams, weil die 12 Evas schon ausverkauft sind. Adam ist der erste Androide, eine mit Gefühl und Intelligenz ausgestattete Maschine, die dem Menschen sehr, sehr ähnlich ist. Zu Beginn muss Adam konfiguriert werden, eine Herausforderung, weil entschieden werden muss, welche Charaktereigenschaften der Android haben soll – mittelmäßig soll er ja nicht sein. Charles beschließt, dass Miranda, seine Nachbarin und seit kurzen seine Freundin, eine Hälfte konfigurieren soll. Und so erwacht Adam zum „Leben“. Die Geschichte spielt im Jahr 1982, Margret Thatcher hat gerade ihre Truppen in den Falklandkrieg geschickt und die Technik ist viel weiter fortgeschritten, weil der geniale Forscher Alan Turing noch lebt. Adam entwickelt sich schnell von der Idee eines helfenden Hausgefährten zu einem ständig selbstständiger werdenden Wesen, das sich ebenfalls in Miranda verliebt und sich immer aktiver in das Leben der beiden einmischt.

Ian McEwan hat mal wieder den Nerv der Zeit getroffen. Wie wird das mit der künstlichen Intelligenz? Mit sehr viel Humor werden Fragen aufgeworfen, die auch über die Grenzen dessen hinausgehen, was wir uns von einem Androiden erwarten. Wir wollen ja nicht, dass der potenzielle Schwiegervater uns für den Androiden und den Androiden für den Schwiegersohn hält.

Erhältlich in allen Buchhandlungen.

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