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(S)TÜRMisches

Corona scheint den Griff ein wenig zu lockern, und wir können vorerst erleichtert aufatmen. Das haben die deutschen Politiker zusammen mit Wissenschaftlern und disziplinierten Bürgern bisher richtig gut hingekriegt. Aber es ist noch nicht zu Ende, nur weil man wieder ein paar Freunde treffen und ins Restaurant gehen darf.

Es gibt Menschen, die in den vergangenen Wochen die wunderbare Ruhe genossen haben, denn es waren kaum Autos auf den Straßen und so wenige Flugzeuge am Himmel, dass der sehr lange tiefblau und klar war. Vielleicht hat der Eine oder Andere diese stille Zeit sogar zum Nachdenken über die Welt von heute genutzt. Was wäre denn eigentlich so schlimm an mehr Gelassenheit, zumal gleichzeitig zu beobachten war, dass die Natur sich verblüffend schnell erholen konnte?

Oder wenn die Zeit des billigen Massentourismus beendet würde, eine der Ursachen für den Klimawandel, oder es keine anachronistischen Abwrackprämien mehr gäbe? Die Coronakrise, so beängstigend sie auch ist, wirkt wie ein Brennglas, das die vielen unhaltbaren Zustände gnadenlos ans Licht bringt, die seit Jahren keineswegs nur von Betroffenen beklagt werden. Aber bisher haben denen weder Politiker noch ihre Lobbyvertreter zugehört. Ob sie wollen oder nicht, jetzt müssen sie das Missverhältnis sehen bei der Bezahlung von wirklich systemrelevanten Arbeitnehmern gegenüber Managern, die kassieren, ohne relevant zu sein. Die Lupe zeigt organisatorische Fehler im Gesundheitssystem und auch, dass eine weitere Privatisierung von anderen Kranken- und Pflegehäusern so überflüssig ist wie ein Kropf. Das hilft nur den Betreibern, die damit dank schlecht bezahlter Mitarbeiter so schön Geld verdienen können. Die überragende Bedeutung der gerade jetzt dringend gebrauchten Frauen und Mütter kann nicht einmal mehr mit der Maske über den Augen übersehen werden und damit auch die weithin fehlende Gleichstellung von Mann und Frau. Es sind nämlich wieder mal die Mütter, die die Konsequenzen der politischen Ignoranz zu tragen haben. Sie mussten von jetzt auf sofort auf ‚Home schooling’ umstellen und können Berufliches nur nachts erledigen, weil der Gatte auch zuhause, aber ungestört von den Kindern arbeiten muss. Meistens weil er mehr verdient, weshalb der Lohn für die Mühen ihrer Frauen auch in einer kleineren Rente besteht. Aber Mama packt das schon, das tut sie ja immer! Gründlich ausgeleuchtet werden seit Jahren bekannte, tief greifende Strukturmängel an den Schulen und im Verkehr, sämtliche Versäumnisse bei Familien und Kindern, die Vernachlässigung der Umwelt, die zwingende Notwendigkeit von Digitalisierung und die unverschämte Ausbeutung von Saisonarbeitern nur dafür, dass alles möglichst billig ist. Hoffentlich führen echte Erkenntnisse auch endlich zu echten Konsequenzen, denn das Virus bringt die Chance für eine nachhaltige Wende mit sich. Es ist ein Tritt von Corona, damit jetzt alle in die Puschen kommen und erkennen müssen, dass die Welt sich verändert hat und zukunftsorientiertes Handeln angesagt ist. Packen wir’s doch an!

Das wünscht sich

Aktuelle Meldungen der Polizeidirektion Hochtaunus

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