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(S)TÜRMisches

Eigentlich wollte sich der Kauz über die erschreckende Demontagekampagne gegen eine junge Frau ärgern, die sich Kanzlerin zutraut, obwohl sie noch gar nicht die Rüstung dafür hat. Wäre Annalena Baerbock ein mit allen Wassern gewaschener Politiker, dann würde sie die Ohrfeigen locker wegstecken, die von allen Seiten auf sie einprasseln. Aber die Prioritäten haben sich angesichts von apokalyptischen Fluten verschoben, die von jetzt auf sofort Menschen, Häuser und Straßen mit brutaler Gewalt mit sich gerissen und Eigentum gnadenlos vernichtet haben. Es scheint, als würde die Erde sich nicht nur mit mörderischen Hitzeglocken in weiter Ferne gegen die Eingriffe der Menschen zur Wehr setzen, sondern auch hierzulande mit bisher unvorstellbaren Hochwasserkatastrophen. Die langjährige Unbelehrbarkeit der Politik bei den Themen Klima- und Umweltschutz rächt sich nun und wird nicht nur beim Wiederaufbau der zerstörten Regionen sehr, sehr teuer werden. Bisher durften altgediente Politiker, ohne aus dem Verkehr gezogen zu werden, die Milliarden nur so aus dem Fenster werfen und offen mit Lobbyisten kungeln, deren Profitgier Vernunft und Anstand spottet. Gerade jetzt hätte man die Gelder nur zu gern zurück. Es wäre allerhöchste Zeit, dass bei der Regierung endlich Einsichten Einzug halten, die für die Grünen und ihre Kandidatin schon seit Jahren selbstverständlich und gut durchdacht sind, von der Konkurrenz aber erst nach einem Gerichtsurteil hektisch in die Wahlprogramme geschrieben wurden. Nachdem eine Naturkatastrophe von bisher ungeahnten Ausmaßen hereingebrochen ist, inszenieren sich die Altparteien plötzlich als die wahren Umweltschützer, lassen aber trotzdem einen Wahlkampf weiterlaufen, der auch alle Missstände übertönen soll, die die Pandemie bereits ans Licht gezogen hatte. Dumm nur, dass sich der Kanzlerkandidat der CDU ausgerechnet während seines Besuches der Hochwassergebiete beim Herumalbern erwischen ließ und außerdem niemandem wehtun möchte, am wenigsten der Wirtschaft oder den Besserverdienenden. Das lässt ahnen, dass es mit ihm nur ein ‚Weiter so‘ geben wird. Nicht bei den Grünen, aber die Demontage von Annalena Baerbock und damit auch ihrer Partei hatte schon begonnen, nachdem Umfragen zeigten, dass sie der Regierung gefährlich werden konnten. Umso bedauerlicher ist es, dass die Parteivorsitzende wohl aus Mangel an Erfahrung auf dem glatten politischen Parkett mit einigen Ungenauigkeiten die Steilvorlagen selbst geliefert hat. Dabei könnte wohl gerade sie die Unbefangenheit und als Mutter auch den Mut aufbringen, um zusammen mit ihrer Partei einen echten Paradigmenwechsel loszutreten. Die Grünen warnen seit Jahren und fordern unter anderem viel schnellere Anpassungen an den immer gefährlicher werdenden Klimawandel durch Veränderungen an Infrastrukturen. Auch die Frühwarnsysteme, die gerade offensichtlich völlig versagt haben, wollen sie deutlich verbessern. Angesichts der Wetterkatastrophen, die sich Bahn brechen, wären die drei Parteien aber gut beraten, sich nicht länger gegenseitig mit Steinen zu bewerfen, sondern auf allen Ebenen die drängende, gemeinsame Kraftanstrengung zu wagen. Dann könnten Erfahrungen, Ideen und Wissen gebündelt werden und ein unparteiischer Geschwindigkeitswettbewerb zur Klimarettung beginnen. Davon träumt

Aktuelle Meldungen der Polizeidirektion Hochtaunus

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