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Aktuelle Beilagen

Glosse Hochtaunus

Fritz: Wieso treffen wir uns eigentlich heute schon?

Philipp: Banause. Weil am Donnerstag ein kirchlicher Feiertag ist.

Ursel: Genau. Wir feiern Christi Himmelfahrt, da wird der Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes in den Himmel gedacht.

Fritz: Wir zelebrieren also ein Himmelfahrtskommando, sozusagen.

Philipp: So drastisch würde selbst ich als moderner Zeitgeist es nicht ausdrücken, aber wenn du als ehemaliger Heerführer es so formulieren möchtest, bitte sehr.

Ursel: Diesen Tag nutzen aber auch viele Vertreter des männlichen Geschlechts, um am Vatertag mit dem Bollerwagen durch die Gegend zu ziehen, viel Alkohol zu sich zu nehmen und dazu laut zu johlen.

Fritz: Das dürfen die doch gar nicht in Corona-Zeiten.

Philipp: Na ja, wer weiß, vielleicht gibt es am Mittwoch mit Herrn Bouffier für Hessen einen Ausstieg aus der Bundesnotbremse. Die Inzidenzen sind ja beträchtlich gesunken.

Ursel: Eine gute Idee. Da kann Corona wieder voll Fahrt aufnehmen, wenn keiner mehr die Bremse zieht.

Fritz: Meinst du das ironisch, Ursel?

Philipp: Nein, sie meint es natürlich katholisch. Oder doch evangelisch?

Ursel: Ach, Jungs, ich meine es selbstverständlich ökumenisch. Schließlich wird von morgen, Donnerstag, bis Sonntag der dritte ökumenische Kirchentag gefeiert. In Bommersheim gibt es dazu sogar einen Kanzeltausch zwischen dem evangelischen Pfarrer Ingo Schütz und der katholischen Pastoralreferentin Katrin Gallegos Sanchez.

Fritz: In der Erlöserkirche in Bad Homburg veranstaltet man anlässlich dieser Feierlichkeiten eine Nacht der Inspiration.

Philipp: Auch Friedrichsdorf beteiligt sich mit Abendmahl in Schraubgläschen.

Ursel: Außerdem können alle Kirchen mit ihren Veranstaltungen gestreamt, also im Internet angeschaut werden. Virtuelle Gottesdienste und ähnliches.

Fritz: Virtuell, alles virtuell. Das schöne und allseits beliebte Weinfest der Aktionsgemeinschaft Bad Homburg gibt es ebenfalls ganz politisch korrekt, vorbildlich und den Regeln entsprechend nur online. Aber ohne den guten Wein, oder besser noch: ohne „Wein, Weib und Gesang“, ist das doch alles nix.

Philipp: Dir kann man es aber wirklich nicht recht machen, Fritz. Mal sind dir Menschenaufläufe oder Zusammenkünfte mit lauter Musik zuwider, und du bangst um die Ruhe in deinem Schloss, und dann wieder bist du nicht zu bremsen und verlangst nach „Wein, Weib und Gesang“.

Ursel: Ein launischer, alter Mann ist er halt, unser Fritz. Er mag es, sich über etwas aufzuregen. Dabei tut ihm das gar nicht gut.

Fritz: Was mir gut tut und was nicht, das weiß ich selbst am besten. Virtuell nicht schmecken, nicht riechen und nicht fühlen zu können, gefällt mir jedenfalls nicht.

Aktuelle Meldungen der Polizeidirektion Hochtaunus

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