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Königsgucker

Wenn der Königsgucker mal nicht guckt, verdient er sich seine Kaiserbrötchen meist mit dem Füllen der KöWo. Dazu gehört auch das Platzieren der Artikel auf den einzelnen Seiten, Teamwork mit den Kollegen aus Grafik- und Anzeigenabteilung, denn mit vereinten Kräften muss alles pünktlich in der Druckerei landen. Wenn da in aller Hektik dann mal etwas schief läuft – der Mensch macht nun einmal Fehler – ist schon aus purer Tradition erst einmal die Redaktion schuld, meistens stimmt es auch noch ... diesmal aber nicht (Glück gehabt).

Den Damen im Korrekturzimmer war aufgefallen, dass die Seiten noch das Datum der letzten Woche trugen – kein großes Problem, ein Anruf bei den Grafikern, die früher „Setzer“ waren, und man versprach Abhilfe. Im Zeitalter der Computer nur wenige Tastendrücke.

Dann aber hagelte es weitere Kritik aus dem Korrekturzimmer: „Was soll denn das für ein Datum sein?“ Vom 116. Januar war da plötzlich zu lesen, auch vom 216. Februar und die Frage nach dem Rotweinverbrauch der Redaktion zum zweiten Frühstück wurde offen gestellt. Beinahe hätte der Königsgucker aus purer Selbst-Verzweiflung einem Alkoholtest zugestimmt – wer sonst hätte den Blödsinn denn außer ihm schreiben sollen? – doch dann ergaben weitere Terminankündigungen ein Fehlermuster, das schließlich zur Klärung des Sachverhaltes führte. Der Grafiker hatte nämlich, wie er es mit leeren Seiten immer tut, das Datum nach dem Verfahren „Suchen-Ersetzen“ geändert – was allerdings auf vollen Seiten dann auch jede „9“ im Text in eine „16“ umgewandelt hatte ...

Nach intensiver Kontrolle auch der Telefon- und Hausnummern aller fertigen Seiten ließ sich der Schaden dann in Grenzen halten und der Königsgucker war rehabilitiert. Bis zum nächsten Mal, wenn die Finger wieder schneller sind als das Otto-Graf-Vieh-Gedächtnis...

Aktuelle Meldungen der Polizeidirektion Hochtaunus

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