Veranstaltungs-Kalender Bad Homburg

Glosse Hochtaunus

Fritz: Donnerwetter nochmal, was bin ich wütend! Jetzt geht das Ganze von vorne los. Und nur, weil sich ein paar so Verantwortungslose nicht an die Regeln halten können.

Philipp: Worum geht’s dir denn, mein lieber Fritz?

Fritz: Da rennen sie in die Clubs, drängeln an der Wursttheke, tragen Masken unterm Kinn, feiern wilde Partys, fahren in der Weltgeschichte herum und gehen zu Friseuren, bei denen sie ohne Mundschutz die Haare schön gemacht bekommen.

Ursel: Das ist ja nicht die große Masse, aber wie überall: Ein paar schwarze Schafe reichen, und alle müssen es ausbaden.

Philipp: Die Mehrzahl denkt doch ganz vernünftig und erfindet einiges, um Corona im Zaum zu halten. Meine Sozis in Friedrichsdorf zum Beispiel wollen auf Infoveranstaltungen und Aktionen vorerst verzichten.

Fritz: Pah, verzichten. Da gibt es doch ganz andere Möglichkeiten. Die honorige CDU in meinem Homburg zieht sich warm an und hält ihre Mitgliederversammlung im Sportstadion ab. Vielleicht denken die ja, die Erfolge von den Sentinels färben auf sie ab. He, he, he

Ursel: Ach, und OB Hetjes bringt wohl die Fleecedecken mit, auf denen der Weiße Turm den Rotwein serviert.

Philipp: Ich dachte, das wär’ Glühwein.

Ursel: Glühwein fällt in diesem Jahr aus. Zumindest in Bad Homburg, das hat der Corona-Krisenstab jetzt beschlossen. Und in Orschel haben sie den ganzen Sommer lang umsonst im Biergarten am Rathausplatz testgefeiert.

Fritz: Das geschieht denen Recht, so ein Quatsch. Im Sommer für den Winter feiern.

Philipp: Viel schlimmer ist, dass der Sport jetzt wieder drunter leidet und vor allem die Jugendlichen zum Nichtstun verdammt sind. Im Fußball gehen Freundschaftsspiele gar nicht mehr und Punktspiele nur ohne Zuschauer.

Fritz: Apropos Fuß: Da sind meine Christdemokraten dem Blickachsen-Künstler Wretman ja ganz schön draufgetreten.

Ursel: Du meinst die vom Sportstadion?

Fritz: Genau die. Und die SPD hat gleich mitgetreten. Haben die doch sein Kunstwerk auf einem Parkplatz abgestellt. Wie man hört, ist der Bildhauer „not amused“.

Philipp: Im Moment ist doch kaum einer wirklich „amused“. Denkt doch mal an andere Kulturschaffende, Veranstaltungstechniker, Gastronomen, Schausteller, vor allem aber auch an das Pflegepersonal. Was sollen die denn sagen?

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