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(S)TÜRMisches

Donald Trump hat das neue Jahr mit einem brutalen Donnerschlag eingeläutet und auf alles, was er sich sowieso schon vier Jahre lang geleistet hat, noch einen draufgesetzt! Der Irre aus Washington hat seine nicht weniger verrückte Anhängerschaft zu einem regelrechten Sturm auf das Capitol aufgehetzt, und wer bisher nicht glauben konnte, was klar vorauszusehen war, der wurde damit eines Besseren belehrt. Der Mob folgt eben seinem Guru blind und macht kritiklos alles mit, wozu er auffordert, sogar dann, wenn es sich um so etwas wie einen Putsch handelt. Die Bilder sind verstörend, aber noch verstörender ist es, dass nicht nur seine seltsamen Wähler, sondern auch die meisten Regierungsvertreter der lange für seriös gehaltenen Partei der Republikaner sich ihm immer noch unterwerfen. Allen voran sein Vize, der sich anscheinend noch irgendwelche Karrierechancen ausrechnet, aber da hört auch jedes Verständnis auf. Kaum jemand kann noch bezweifeln, dass der Ex-Präsident mit Schimpf und Schande auf dem schnellsten Weg aus dem Weißen Haus gejagt werden müsste.

Die Deutschen reagierten hingegen prompt auf das Geschehen in den USA; gerüchteweise verlautet sogar, dass eine große deutsche Bank ihre erheblichen Geschäftsverbindungen mit Trump aufgekündigt haben soll. Auch die deutsche Regierung hat so blitzschnell wie nie Konsequenzen gezogen und postwendend die Bewachung des Bundestagsgebäudes erheblich verstärken lassen. Man kann ja nicht wissen, ob sich die hiesigen Querdenker, die besser Verquerdenker heißen müssten, nicht von dem amerikanischen Chaos anregen lassen. Inzwischen wurde auch um das Capitol herum für die kommende Vereidigung des neuen Präsidenten aufgerüstet, denn das Trump’sche Horrorstück muss ja womöglich noch gar nicht zu Ende sein.

Erstaunlich, wie schnell unsere Politiker handeln können, wenn es um die eigene Sicherheit geht, während alles andere viel, viel länger dauert. In Coronazeiten erlebt man ständig, dass dem Wahlvolk nach einer getroffenen Entscheidung zwar kommende gute Taten strahlend angekündigt werden, dann aber einfach ausbleiben. Es hapert nämlich beschämend an der Umsetzung durch zu träge und digital meist noch im Urschlamm feststeckende Behörden. Was glauben saturierte Politiker eigentlich, wie zum Nichtstun verdammte, mittelständige und kleine Betriebe oder gar Solo-Selbständige in den vergangenen Monaten über die Runden gekommen sind? Die vollmundig angekündigten Überbrückungsgelder sind nämlich nie bei ihnen angekommen, und es grenzt an Zynismus, wie freudig nun verkündet wird, das Novembergeld würde schon im Januar ausgezahlt! Natürlich nur, wenn ein teurer Steuerberater beim Ausfüllen der überbordenden Bürokratie für die Anträge hilft, dessen Honorar der Antragsteller selbstverständlich selbst bezahlen muss. Fragt sich nur, wovon, aber Hauptsache, den Entscheidungsträgern geht es gut. Das lässt sich über die überlasteten und unterbezahlten Pflegekräfte in den Krankenhäusern leider immer noch nicht sagen, weil auch die versprochenen Gehaltserhöhungen weitgehend ausgeblieben sind. Zum Ausgleich fordert der bajuwarische Ministerpräsident nun für sie auch noch eine Impfpflicht.

Trotzdem hofft auf ein viel besseres 2021

Aktuelle Meldungen der Polizeidirektion Hochtaunus

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