Posthaus: FDP Kronberg sieht Bestätigung ihrer Linie

Kronberg (kb) – Das Posthaus Hotel Residenz wird seit dem 1. Januar durch Co-Rents als „Posthaus Aparthotel Residenz“ weitergeführt – mit dem Angebot von Apartments.

Damit setzt sich nach Auffassung der FDP Kronberg im Taunus eine privatwirtschaftliche Perspektive für den Standort durch – ohne dass die Stadt selbst in die Rolle eines Hotel- oder Gastronomiebetreibers gedrängt wird. Co-Rents positioniert sich als Anbieter von „Serviced Apartments“ und bewirbt insbesondere komfortorientierte, flexibel buchbare Aufenthalte.

Der Vorsitzende Holger Grupe erklärt: „Privat vor Staat – auch hier wieder ein schönes Beispiel dafür, dass aus Wirtschaft und Gesellschaft oft die kreativeren Lösungsvorschläge kommen. Eine Stadt oder Kreis sollte zudem kein Gastronom oder Hotelier sein.“

Noch letzten Sommer beim Nachtragshaushalt 2025 hat eine Mehrheit der Stadtverordneten gegen die Stimmen von FDP und KfB für den Erwerb des Posthauses mit städtischen Mitteln in Höhe von 3,8 Millionen Euro gestimmt. Im Dezember wurde auf Antrag der FDP beim Haushalt ein „Sperrvermerk Posthaus“ beschlossen. Stefan Griesser, haushaltspolitischer Sprecher der FDP Kronberg, betont: „Wir haben es von Anfang an abgelehnt, dass die Stadt das Posthaus für 3,8 Millionen Euro kauft. Angesichts der knappen Finanzmittel haben wir uns für klare Prioritäten eingesetzt und wollen das Geld lieber für die Sanierung von Kitas und die Sportanlagen zum Beispiel des EFC Kronberg ausgeben.“

Auch die Fraktionsvorsitzende Kristina Fröhlich kritisiert die damalige Stoßrichtung anderer Fraktionen deutlich: „Obwohl es noch nicht einmal ein Konzept für die Weiterentwicklung gab, wollten andere Fraktionen natürlich das Posthaus kaufen, als wenn es unbegrenzte Mittel des Steuerzahlers gäbe. Wir sind froh, dass die Vernunft inzwischen gesiegt hat.“

Die FDP Kronberg sieht in der nun realisierten privaten Weiterentwicklung des Standorts ein Signal für eine kommunale Politik, die sich auf Kernaufgaben konzentriert. Auch beim Baufeld am Bahnhof setzt die FDP auf eine privatwirtschaftliche Weiterentwicklung. Überall dort, wo private Investoren oder Initiativen das Heft in der Hand haben, wie beim Konzertsaal, dem Hotel, dem Bahnhof oder den Schillergärten, gehe es voran, überall dort, wo die öffentliche Hand im Spiel ist, dauere es für gewöhnlich lange.



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