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Verbreitungsgebiet des Kronberger Boten und seiner Partner

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ihre regionale Wochenzeitung für Kronberg, Oberhöchstadt und Schönberg und zwar seit 1996.

(S)TÜRMisches

Umweltministerin Barbara Hendricks lancierte vor Kurzem eine Kampagne mit flotten neuen Bauernregeln zum Thema „Gut zur Umwelt, gesund für alle“ und erntete prompt einen „Gülle-Storm“ der Landwirte, die nicht gerade zimperlich mit ihrer Kritik waren. Sie konnten über so eingängige Formeln wie „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“ gar nicht lachen. Die Empfänger der größten EU-Subventionen fühlten sich tatsächlich diskriminiert von „einer vermeintlichen Meinungselite aus den Metropolen“ mit Sprüchen wie „Gibt’s nur eine Pflanzenart, wird’s für Rebhuhn richtig hart“ oder „Zu viel Dünger, das ist Fakt, ist fürs Grundwasser beknackt“. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU war „fassungslos“ und forderte sogar den Rücktritt der Umweltministerin. Dabei haben viele Verbraucher sicher den Sinn verstanden und werden die Sprüche auch nicht so schnell vergessen. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wurde gewonnen – und das ist gut so. Schließlich fängt der Umweltschutz ja im eigenen Garten an! Es gibt Probleme in der Landwirtschaft und es ist wichtig, dass sie angesprochen werden – Berufsehre hin oder her. Weder Masttiere noch Böden dürfen schonungslos und gewinnmaximierend ausgenutzt werden. Auf den Feldern wird so viel Dünger eingesetzt, dass der Nitratspiegel des Grundwassers steigt – und das Thema Schlachtvieh ist bisher auch nicht gerade erhellend. Von wegen auf dem Land „da gibt’s ka Sünd’“. Experten machen sich bereits heute Sorgen um die Bodenfruchtbarkeit, die bei Monokulturen abnimmt. Dazu kommen Pilzkrankheiten und andere Schädlinge, die die Pflanzen zerstören. Unsere Ernährung steht auf dem Spiel, deshalb muss an die Verantwortlichkeit der Landwirte appelliert werden. Fruchtfolgen sind vielen Landwirten zu aufwändig und schlicht nicht lukrativ genug. Durch die intensive Landwirtschaft mit dem Einsatz von Mähmaschinen sind außerdem viele Wildtiere vom Aussterben bedroht. Seltene Vogelarten wie das Rebhuhn finden keinen Lebensraum mehr. Viele andere Vögel wie Kiebitz, Feldlerche, Bekassine und Wachtelkönig stehen ebenfalls auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Schätzungen zufolge sterben auf diese Weise jährlich mindestens 500.000 Wildtiere – darunter allein 100.000 Rehkitze. Der Opel-Zoo nimmt sich in einer Auffang- und Zuchtstation der Feldhamster an, die auf den Feldern vom Aussterben bedroht sind, weil sie durch frühe Ernten weder Nahrung noch Deckung finden. Übrigens wurde wegen des lauten und groben Protests, den die Bauern sogar als „Schlag ins Gesicht empfanden“, die Kampagne nun zurückgezogen. Hendricks hat sich sogar entschuldigt, sie wollte weder die persönliche noch die Berufsehre kränken. Ich meine, liebe Bauern, lasst mal die Kirche im Dorf und findet bauernschlau die richtige Feld-und-Wiesen-Balance, die gute Ernten mit einer guten Ökologie in Einklang bringt. So könnt Ihr auch gute Preise für gute Produkte fordern! Die „vermeintliche Meinungselite“ aus Kronberg (die ja heutzutage für alles herhalten muss) ist da ganz bei Euch!

Ein weites Feld, das es da zu bestellen gilt, meint...

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