Top-Stars bieten „Kino im Kopf“

Dass das Bad Homburger Poesie- und Literaturfestival 2020 ein Erfolg werden wird, davon sind (v. l.) Oliver Klink, Hermjo Klein, Alexander Hetjes, Bernd Hoffmann und Holger Reuter überzeugt. Foto: Stadt Bad Homburg

Von Janine Stavenow

Bad Homburg. Die sechs Herren, die auf dem Podium im Saal des Steigenberger Hotels Platz genommen haben, sind voll des Lobes für das, was sie ankündigen. Von einem „kulturellen Leuchtturm“ ist da die Rede, von „1A-Künstlern, die man mit an Bord“ habe, von Tausenden von Zuschauern und davon, dass Bad Homburg für zwei Wochen im Jahr zur „Literaturhauptstadt Deutschlands“ wird. „Das Poesie- und Literaturfestival verspricht auch 2020 ein großartiges Ereignis zu werden“, bringt es Oberbürgermeister Alexander Hetjes auf den Punkt.

Bereits zum elften Mal – vom 27. Mai bis 14. Juni 2020 – lesen große Stars in Bad Homburg aus Werken der Weltliteratur und bieten „Kino im Kopf“. Das Festival findet, ebenfalls schon traditionell, rund um die Verleihung des Friedrich-Hölderlin-Preises statt. Der Dichter steht diesmal noch mehr als sonst im Mittelpunkt des Literatur-Events, denn die Stadt feiert Hölderlins 250. Geburtstag. Gelesen wird im Schloss und im Güterbahnhof, in der Kirche und in der Villa Wertheimber, im Kurtheater und in der Spielbank und zum ersten Mal auch im oberen Schlosshof.

„Jedes Mal, wenn ich das neue Programm auf den Tisch bekomme, bin ich voller Spannung, welche Schauspieler unser Impresario Bernd Hoffmann diesmal hat gewinnen können. Und was gelesen wird. Es ist wirklich nicht selbstverständlich, Top-Stars wie Andrea Sawatzki und Christian Berkel, Max Moor, Matthias Matschke, Hans Sigl, Marie Bäumer und Nina Hoss und gar Ben Becker nach Bad Homburg verpflichten zu können“, betont Kurdirektor Holger Reuter. Mittlerweile sei es sogar so, dass die Künstler anfragen, ob sie nach Bad Homburg kommen dürfen.

Handschriften von Hölderlin

Marie Bäumer und die „Aspekte“-Moderatorin Katty Salié sind die „neuen Gesichter“ beim Poesiefestival. Und dazu die beiden Super-Stars der Super-TV-Serie „Babylon Berlin“: Volker Bruch und Peter Kurth. „Erstklassige Schauspieler und Moderatoren, beeindruckende Kulissen und ein begeistertes Publikum – dafür steht das Poesie- und Literaturfestival. Das Team um Bernd Hoffmann und Hermjo Klein verwandelt Bad Homburg in die Hauptstadt der Literatur“, sagt Oliver Klink, Vorstandsvorsitzender der Taunus Sparkasse, die das Kulturereignis von Beginn an finanziell unterstützt. Klink kündigt an, dass während des Festivals Originalschriften Hölderlins „nach Hause“ in den Tresor der Taunus Sparkasse in der Louisenstraße kommen und dort öffentlich besichtigt werden können.

„Von allen Veranstaltungen, die ich betreue, freue ich mich immer am meisten auf Bad Homburg“, betont Hermjo Klein von der Künstleragentur A.C.T. „Die Zusammenarbeit ist einzigartig gut, und außerdem gibt es ein unglaublich tolles Publikum, das sich auskennt. Man müsste als deutscher Künstler alles daransetzen, nach Bad Homburg zu kommen.“

Der Dank von Festival-Initiator und –Macher Bernd Hoffmann geht nicht nur an Publikum, Stadt, Kur und Sponsoren, sondern auch an Fotografin Vero Bielinski, die das Poesiefestival mit der Kamera von Beginn an begleitet. Von ihrer Arbeit zeugen die Ausstellung „Magische Momente“ sowie der Bildband „100 Jahre einer Erfolgsgeschichte“, der ab Ende November bei der Buchhandlung Supp’s in der Louisenstraße erhältlich sein wird.

!Einzelheiten zum Festival-Programm gibt es im Internet unter bad-homburger-poesie-und-literaturfestival.com.

Volker Bruch debütiert am 27. Mai zur Festival-Eröffnung im Kurtheater, und zwar mit einem Kultbuch: Hermann Hesses „Siddhartha“. Foto: Joachim Gern

Ihr Debüt beim Festival hat die Moderatorin Katty Salié. Sie kommt mit „Wer wir waren“ von Roger Willemsen. Foto: M. Hauschild

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