Am Sonntag, 7. April 2019, bietet die Historikerin Angelika Rieber eine Stadtführung zum Thema „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Oberursel“ an.
In dem Stadtrundgang informiert sie über die Geschichte der jüdischen Gemeinde und die Lebenswege jüdischer Familien. Vor 75 Jahren, am 19. Oktober 1941, begannen die Deportationen aus Frankfurt. Innerhalb eines Jahres wurden mehr als 10.000 Menschen in die Vernichtungslager deportiert und ermordet. Zahlreiche Oberurseler jüdischer Herkunft konnten das Ende der Naziherrschaft und des Zweiten Weltkriegs nicht mehr erleben. Sie wurden Opfer des Holocaust. Der Stadtrundgang erinnert sowohl an die Integration jüdischer Nachbarn in das Leben der Stadt als auch an die Diskriminierung und Verfolgung während der NS-Zeit.
Angelika Rieber beschäftigt sich seit vielen Jahren mit jüdischer Geschichte. Im vergangenen Jahr ist ihr Gedenkbuch erschienen, das die Schicksale der Verfolgten in den Mittelpunkt stellt: „Haltet mich in gutem Gedenken – Erinnerung an Oberurseler Opfer des Nationalsozialismus.
Der Stadtrundgang startet um 14.30 Uhr und dauert ca. 90 Minuten, die Teilnahme kostet drei Euro pro Person.