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Ein langes Leben für die Kunst – Kurt Knüttel feiert 100. Geburtstag

Geburtstags-Umtrunk für den Königsteiner Künstler Kurt Knüttel.

Königstein/Kronberg – Kunst inspiriert: Sie bewegt Seele und Herz, hält den Künstler aktiv und jung. In diesem Sinne lässt es sich vielleicht erklären, warum Kurt Knüttel bis ins hohe Alter unermüdlich kreativ tätig war und nun seinen 100. Geburtstag im Seniorenstift Kronthal feiern konnte. Nach einem Studium der Kunst und Malerei am Städel in Frankfurt und an der Kunsthochschule in Offenbach machte er sich als Maler und Restaurator einen Namen – nicht nur in deutschen Landen und insbesondere in unserer Region, sondern auch in Österreich und in der Schweiz.

Einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte er in der hiesigen Umgebung durch seine Arbeiten in der katholischen Pfarrkirche in Königstein (Freilegung der Fresken) und als Mitglied der Künstlergruppe Königstein: Egal welche Technik – ob Öl, Pastell oder auch Aquarell – mit seiner freien Malerei begeisterten er und seine Künstlerkollegen auf vielen Ausstellungen. Auch das 1968 wieder eröffnete Heimatmuseum Königstein trägt die Handschrift von Kurt Knüttel, Archivar und Restaurator des ortsansässigen Vereins für Heimatkunde.

Am 3. November 2017 nun nahm Kurt Knüttel, Bewohner des Seniorenstiftes Kronthal in Kronberg, im Beisein seiner Frau Maria, seiner drei Kinder und Freunde zahlreiche Glückwünsche und Geschenke entgegen. Stadtrat Hans-Jörg Niermann kam als Vertreter der Stadt Kronberg und gratulierte mit einer Flasche Sekt.

Die Mitbewohner des Seniorenstiftes Kronthal, in dem das Ehepaar seit 2012 lebt, ließen es sich nicht nehmen, ein Ständchen zu singen und auf das Wohl von Kurt Knüttel anzustoßen.

Auch wenn Kurt Knüttel nicht mehr so gut sieht und hört, konnte er dieses besondere Jubiläum doch von Herzen genießen. Seine Ehefrau, liebevoll von ihm „Katzerl“ genannt, kümmert sich noch immer rührend um ihn: Die beiden verbindet nicht nur eine lange Ehe, sondern auch ihre jahrelange, gute Teamarbeit im beruflichem Bereich. Maria Knüttel half ihrem Mann, wo immer sie konnte: Er war der Künstler, sie die sorgfältige Kunst-Handwerkerin. Über den Beruf hat sich das Paar übrigens auch kennengelernt; während Restaurationsarbeiten auf Schloss Schwertberg in der Nähe von Linz verliebte sich Kurt Knüttel in die Hausdame des Grafen Hoyos und heiratete sie. Als gemeinsames Meisterwerk des Künstlerpaares sind die Deckenmalereien in St. Marien, Königstein, hervorzuheben – wobei Knüttel immer etwas besorgt war um sein „Katzerl“ wegen der Arbeiten in schwindelerregender Höhe.

Als Mensch mit viel Sinn für Kultur und Ästhetik legt der Jubilar noch immer größten Wert auf gutes Aussehen und insbesondere stilvolle Kleidung. So erschien Knüttel auch an seinem Geburtstag, wie immer bestens gekleidet in Trachtenjacke, mit Weste und Krawatte. Als Genussmensch, der auch gerne mal einen edlen Tropfen zu schätzen weiß, hatte er an seinem Geburtstag bestimmt auch die Gelegenheit, ein Glas im Kreis seiner Gäste zu erheben: „Herzlichen Glückwunsch, Herr Knüttel!“

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