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Le Mêle-sur-Sarthe im Kino: “Normandie nue – Ein Dorf zieht blank“

Königstein/Kronberg (hhf) – „Freunde und Unterstützer der deutsch-französischen Freundschaft, Kultur- und Filmfreunde und chers amis“ dürfen sich auf ein ganz besonderes Ereignis am Sonntag, 28. Oktober, um 10.15 Uhr freuen. Das Partnerschaftskomitee Falkenstein – Le Mêle, der Förderkreis Städtepartnerschaft Königstein – Le Cannet und die Kulturgesellschaft Königstein e.V. veranstalten an diesem Vormittag gemeinsam eine Matinée in den Kronberger Lichtspielen.

Anlass für den speziellen Kinotermin mit Sektempfang (der Film beginnt dann um 10.45 Uhr) ist der Streifen “Normandie nue“, auf deutsch „Ein Dorf zieht blank“, der in und um Le Mêle-sur Sarthe gedreht worden ist. „In einer Privatvorführung im Rahmen dieser Matinée wollen wir unseren Mitgliedern, Freunden und Unterstützern Gelegenheit geben, den Film zu sehen und dabei nicht nur etwas über die Probleme der französischen Landwirte zu erfahren, sondern auch das Falkensteiner Partnerstädtchen Le Mêle-sur-Sarthe samt Umgebung von seiner cineastischen Seite kennenzulernen“, so das Bestreben der Organisatoren, die auch eine Zusammenfassung vorab geben.

Zum Film

Filmkenner wissen, dass die meisten französischen Filme in Paris, an einem attraktiven Ort an der Côte d’Azur oder an der Atlantik-Küste spielen. Es kommt also nicht so häufig vor, dass ein Film irgendwo auf dem Land und - wie es der Zufall will – dann auch noch ausgerechnet im Falkensteiner Partnerstädtchen Le Mêle-sur-Sarthe gedreht wird. Genau dies aber ist der Fall bei dem jüngst erschienenen Werk „Normandie nue“ („Ein Dorf zieht blank“). Die Filmkomödie erzählt die Geschichte einer Kleinstadt, die vor einem berühmten Nackt-Fotografen die Hüllen fallen lassen soll, um mit außergewöhnlichen Mitteln auf die bittere Lage der Bauern aufmerksam zu machen und so ihre Heimat vor dem Untergang zu bewahren.

Inhalt und Hintergrund

Es lief schon mal besser für die Bewohner des kleinen Städtchens Mele-sur-Sarthe in der Normandie. Die Landwirtschaftskrise greift um sich, sämtliche Bauern sind verschuldet, die Einnahmen der Stadt gehen gegen Null. Doch Bürgermeister Georges Balbuzard weigert sich, aufzugeben. Als der etwas schrullig-spleenige Fotograf Blake Newman aus Amerika zu Besuch kommt, sieht Georges eine große Chance für Mele-sur-Sarthe, denn Newman hat sich in ein Feld vor den Toren der Stadt verliebt. Dieses Feld soll sein nächstes Motiv werden. Und die Stadtbewohner gleich mit.

Newman ist berühmt für seine Aufnahmen nackter Menschen, eingebettet in eine bestimmte Landschaft. Georges erhofft sich von der Aufnahme eine Menge öffentliche Aufmerksamkeit für die Stadt und ihre Probleme. Doch er hat die Rechnung ohne seine kratzbürstigen Bewohner gemacht. Denn die wollen nicht nackt posieren. Und erst recht nicht vor einem Fremden.

Philippe le Guay ist mit „Ein Dorf zieht blank“ eine erfrischend leichte und herzerwärmende französische Komödie gelungen, die im Kern auch wichtige gesellschaftliche Themen anspricht und diese augenzwinkernd in die Geschichte einwebt. So wird die Landwirtschaftskrise ebenso behandelt wie auch die steigende Zahl von Stadtbewohnern, die aufs Land ziehen und dort augenscheinlich Fremdkörper sind. Und der Begriff der Heimat und seine Bedeutung auch und gerade für junge Leute spielt in der Komödie ebenfalls eine große Rolle.

Ausdrucksstarke Schauspieler

Getragen wird der Film von den authentisch agierenden Darstellern. Angeführt von dem charismatischen und ausdrucksstarken Francois Cluzet als sympathischem Bürgermeister agiert das Ensemble perfekt aufeinander eingespielt. Die Gemeindeabende, in denen kleine und große Probleme lautstark ausdiskutiert werden, wirken ebenso milieuecht wie auch die gesamte Kleinstadtszenerie rund um den Marktplatz, wo das Herz der Kleinstadt schlägt, wo getratscht, beobachtet, gezankt und geheiratet wird. Die beschwingte Musik, die wunderbaren Landschaftsaufnahmen aus der Normandie und das pointierte Drehbuch machen „Ein Dorf zieht blank“ zu einem spritzigen Kinoerlebnis. “Normandie nue– Ein Dorf zieht blank“ ist ein unterhaltsames und detailfreudiges Vergnügen – im besten Sinne altmodisches französisches Genrekino.

Anspielung auf Spencer Tunick

Übrigens: Die französische Komödie von Regisseur Philippe Le Guay („Nur für Personal!“) spielt auf die berühmten Massen-Aufnahmen von Spencer Tunick an. Der Fotograf ist bekannt für seine Installationen aus nackten Menschen. So lichtete Tunick etwa im Jahr 2007 in Mexiko-Stadt rund 18.000 nackte Freiwillige ab. Im Film ist der britische Darsteller Toby Jones („Jurassic World: Das gefallene Königreich„) als Skandalfotograf zu sehen, der französische Star François Cluzet („Der Landarzt von Chaussy“) schlüpft in die Rolle des findigen Dorf-Bürgermeisters.

Karten gibt es...

online unter Kino-Vorverkauf [bzw http://87.128.3.1/kino/order/anzahlpreise.php?ShowID=17974 ]

in der Kur und Stadtinformation, Hauptstraße 13a, Telefon (06174) 202-251, info[at]koenigstein[dot]de

an der Kinokasse.

Der Eintritt für die Veranstaltung beträgt 6 Euro pro Person, zuzüglich einer eventuellen Online-Vorverkaufsgebühr.

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