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Lions Damen spenden 11.000 Euro an Kinderschutzbund

Schöner Abschluss einer gelungenen Symbiose aus Benefiz und Sport: Scheckübergabe an den Kinderschtzbund nach dem fünften Königsteiner Benefizlauf. Foto: Schemuth

Königstein (el) – Der fünfte Benefizlauf liegt jetzt zwar schon einige Wochen zurück. Unvergessen und lebendig sind jedoch nach wie vor die vielen Impressionen, die Teilnehmer und Zuschauer mit nach Hause genommen und für sich abgespeichert haben. Für sie alle und für jene, die den Lauf als Sportevent und Volksfest zugleich für die Königsteiner wahrgenommen haben, gab es jetzt sozusagen ein „Endergebnis“, das mehr als glücklich stimmt: Der Benefizlauf des Damen Lions Clubs Königstein – Burg hat sage und schreibe 11.000 Euro für den mittlerweile zum zweiten Mal auserwählten „Begünstigten“, den Kinderschutzbund Hochtaunus, erbracht. Geld, das gut und sinnvoll in das Projekt „Ehrenamtliche Vormünder“ investiert ist, wie Christina Odak und Dr. Ingrid Karutz vom Kinderschutzbund nochmals darstellten. Beide Damen berichteten darüber, dass der Prozess des Matchings zwischen Mündel und den ehrenamtlichen Vormündern im Rahmen des seit einem Jahr laufenden Projektes nun in die entscheidende Runde eingetreten ist. „Es ist einfach schön, diese Verbindung zwischen Mündel und Vormund zu sehen“, gab Odak auch O-Töne wie diesen „Du hast mein Leben so verändert und bereichert“ wieder. Ebenso positiv und als Synergie des Projektes zu bewerten: Menschen, die mehr Verantwortung für andere übernehmen möchten, kommen ihrerseits auf den Kinderschutzbund zu. Wo es noch hakt und guter Rat teuer ist: Bei der Ausbildung von Flüchtlingskindern, die oftmals aufgrund der vorhandenen Sprachbarrieren keinen Hauptschulabschluss schaffen und denen so der weitere Ausbildungsweg versperrt bleibt. Laut Odak klaffe hier eine große Lücke zwischen der individuellen Förderung und dem externen Hauptschulabschluss, die es zu schließen gelte. Dabei gebe es so viele positive Aspekte in Bezug auf die Flüchtlinge zu berichten, die auch den jüngsten Benefizlauf tangiert haben, wie Ulrike Frech vom Organisationskomitee erläuterte. So hätte man in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlings-Beauftragten der Stadt Königstein, Moritz Samen, und dem Freundeskreis Asyl erreicht, dass die Flüchtlinge beim Auf- und Abbau für den Lauf helfen. Viele von ihnen nahmen sogar selbst teil. Überhaupt konnte diesmal wieder eine enorm große Teilnehmerzahl von 700 bestätigt werden, die natürlich dazu beigetragen hat, dass der Scheck an den Kinderschutzbund in dieser Summe ausgestellt werden konnte. Dabei kann man die Zahl 700 aus der Warte des Statistikers so herunterbrechen: 358 Herren und 342 Damen, darunter zahlreich vertretene Jugendliche und Senioren.

Ein tolles Niveau trotz der großen „Konkurrenz“ an Veranstaltungen im Umland, zumal die allermeisten Läufe in Hessen weniger als 200 Teilnehmer zu verzeichnen haben. „Ich finde es toll, dass große Laufteams teilgenommen haben“, resümierte Antje Zens-Spitzweg, Präsidentin des Lions Damen Clubs Königstein – Burg, das Event aus ihrer Sicht. Ein Paradebeispiel für ein solches Laufteam und dazu noch Hauptsponsor stellt von Stunde Null an das Team der Süwag unter der Ägide von Dr. Joachim Reinking dar, der sich und seine Läufer und Walker bestehend aus circa 30 Startern auch diesmal wieder am steilsten Abschnitt der Strecke von den Trommlern mit ihren Rhythmen anfeuern ließ. Auch sonst ist die Motivation bei der Süwag groß, diesen Lauf und seine Veranstalterinnen auch weiter unterstützen zu wollen. Das Event passe einfach hervorragend zu den hinter der Förderung stehenden Leitmotiven wie „Jugend, Ökologie, Region und Nachhaltigkeit“, erklärte Reinking, dessen Team circa 150 Stunden ehrenamtlichen Engagements für den Lauf aufgewendet habe. Ebenso „gepowert“ hätten nach Angaben von Rathauschef Leonhard Helm auch die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs und Ordnungsamt, die zusammen circa 200 bis 250 Stunden auf die Uhr gebracht hätten. Hinter dem Lauf stecke fantastisches Engagement auf allen Seiten, lobte Helm. Stadtrat und Sportdezernent Jörg Pöschl betonte, dass die Stadt Königstein versuche, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung für den Benefizlauf zu bieten und man könne diesen logistischen Beitrag bereits für den Lauf 2018 zusagen.

Die Lions Damen selbst haben sich gerade nach Angaben von Ulrike Frech mit dem „Brainstorming“ für den abgeschlossenen Lauf beschäftigt und schmieden bereits Pläne für eine Neuauflage im kommenden Jahr. Der Wunschtermin wäre der 22. April, dieser müsse jedoch noch bestätigt werden, sobald die hessische Terminbörse am 11. September abgeschlossen sei. Mit einem großen Dank an Teilnehmer und Sponsoren für die Hilfe und das finanzielle Engagement wurde der Scheck an die Vertreterinnen des Kinderschutzbundes überreicht.

Vorher berichtete Ulrike Frech jedoch noch kurz davon, was sie alles beim Suchen in der Schatzkiste der Erinnerungen der vergangenen fünf Jahre Benefizlauf zu Tage gefördert habe: Unter anderem habe sie die Medaille vom ersten Lauf gefunden, mehrere Fotocollagen, die sie an die Vertreter der Stadt sowie an die Sponsoren überreichte. In den fünf Jahren sei die stolze Spendensumme von insgesamt 60.000 Euro erlaufen worden, was die Damen natürlich sehr stolz macht und einen großen Ansporn für die Zukunft darstellt. Zum guten Schluss gab es so etwas wie einen Treue-Orden für „Gründungsmitglied“ Joachim Reinking, der die Special-Edition-Medaille sichtlich gerührt und überrascht entgegennahm.

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