Burgfest 2019: Das Buch zum „Fest der Feste“ im Königsteiner Veranstaltungsjahr ist da!

Freie Sicht auf die Burg! Von der Terrasse des Restaurant „Clubhouse Königstein“ im Kurbad eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die Burg. Der passende Ort also, um das Burgfest-Buch 2019 vorzustellen und zur Verteilung auszugeben. Am Freitag voriger Woche war es wieder soweit: Bei Spundekäs und Herrengespriztem präsentierte der Burgverein die Festschrift zum wichtigsten Event in der Kurstadt. Fotos: Wüstenhagen

Königstein (dw) – Im Jahresverlauf gibt es untrügliche Zeichen, die auf Ereignisse oder Veränderungen hinweisen. So beispielsweise im Spätherbst, wenn Schwärme von gen Süden ziehenden Zugvögeln am Himmel den baldigen Beginn des Winter ankündigen. In Königstein ist die Präsentation und Herausgabe des Burgfest-Buches ein solches Zeichen, kündigt der Termin doch an, dass es zeitlich nicht mehr lange dauert bis zum Höhepunkt des Königsteiner Veranstaltungsjahres, dem Burgfest. Am vergangenen Freitag war es wieder soweit: Auf der Terrasse des Kurbad-Restaurants mit herrlichem Blick auf die Burg wurde vom Burgverein das Heft für die diesjährige, vom 23. bis 25. August ablaufende 69. Auflage der Traditionsveranstaltung vorgestellt und verteilt. Das Auditorium – darunter die versammelte lokale und regionale Prominenz, angeführt von dem (noch) amtierenden Burgfräulein Charlotte I. nebst ihrem Hofstaat – ging nach Ende des offiziellen Teils bei Spundekäs und Herrengespritztem direkt zur Lektüre der Festschrift über; an allen Tischen wurde fleißig geblättert und nicht mit Lob gegeizt für die vielen Beteiligten, die als Autoren mit Beiträgen oder aber mit anderen Leistungen das erfolgreiche Gelingen des Burgfest-Buches auch diesmal wieder ermöglicht haben.

Die Mischung macht’s! Für Birgit Becker, Präsidentin des Burgvereins, weist auch das aktuelle Burgfest-Buch eine gelungene Mischung an Informationen zum Programm der dreitägigen Festveranstaltung, zum Burgverein und seinen Aufgaben sowie zur Stadtgeschichte der Kur- und Burgstadt auf. „Sie ist das, was das Buch so besonders erscheinen lässt“, sagte die Präsidentin in die Runde der geladenen Gästeschar, die den Weg auf die Terrasse des Kurbad-Restaurants gefunden hatte und im Schatten der Burg die Ausgabe der Burgfest-Bücher kaum erwarten konnte. Die Burgvereins-Chefin erinnerte in ihrer Begrüßungsrede derweil an die Strapazen und Aufregungen, die die Redaktion der Schrift auch diesmal wieder zu stemmen hatte. „Wir sind – wie in allen Jahren zuvor – auch diesmal wieder an die Grenzen der Belastbarkeit gestoßen und hier und da auch der Verzweiflung nahe gewesen; dennoch war es einmal mehr eine Zusammenarbeit, die wiederum sehr viel Spaß gemacht hat.“ Im Übrigen seien die manchmal auch nervenaufreibenden Anstrengungen vergessen, sobald das Buch fertiggestellt und gedruckt sei und in die Verteilung gehen könne, so Birgit Becker, die eigenen Angaben zufolge bereits das 15. Burgfest-Buch in leitender Verantwortung produziert und in allen Jahren ähnliche, wenn nicht sogar die gleichen Erfahrungen hat sammeln dürfen. „Die normale Denke ist die, dass sich mit zunehmender Anzahl eine gewisse Routine einstellt und die Dinge leichter und schneller von der Hand gehen; dem ist aber nicht so, denn mögen die Herausforderungen auch die gleichen sein, sie würden dennoch häufig unterschiedliche, individuelle Lösungen erfordern“, plauderte Birgit Becker aus dem reichen Schatz ihrer Verlegerinnen-Erfahrungen. Das Werk sei vollbracht und das Ergebnis könne sich sehen lassen, so die Präsidentin, die allen Beteiligten am Gelingen der Festschrift ihren herzlichsten Dank aussprach und an die Mitglieder des Burgvereins appellierte, für die „drei tollen Tage“ Ende August sich als Helferinnen und Helfer zur Verfügung zu stellen. „Das Heft ist da; jetzt muss es unter die Leut‘ gebracht werden“, gab die Burgvereins-Präsidentin das Startsignal für die Verteilung und Auslage des Buches zum „Fest der Feste“ 2019 in Königstein.

Der Aufwand und die Mühen haben sich gelohnt, das Burgfest-Buch 2019 kann sich sehen lassen. Schon der edel wirkende Hochglanz-Einband mit einem stimmungsvollen Foto von der durch Feuerwerk illuminierten Burg Königstein als Titelbild nebst einem Porträt des neuen Burgfräuleins Sophie I., deren feierliche Inthronisierung am Burgfest-Samstag ansteht, stimmt den Betrachter auf das bevorstehende Heimatfest ein und macht neugierig auf den nachfolgenden Inhalt. Dieser weist nach den obligatorischen Grußworten zunächst das Programm der dreitägigen Traditionsveranstaltung aus – mit allen Höhepunkten, von der Verabschiedung des amtierenden Burgfräuleins Charlotte I. und ihrer feierlichen Aufnahme in den Kreis der Hohen Burgfrauen sowie der Inthronisierung ihrer Nachfolgerin, des neuen Burgfräuleins, Sophia I. am Burgfest-Freitag (ab 19 Uhr, Villa Borgnis) über den Empfang des Bürgermeisters für die neue Herrin auf Burg Königstein nebst feierlicher Schlüsselübergabe am Burgfest-Samstag (ab 16 Uhr, am Rathaus) bis hin zum großen Umzug aus dem Tal zur Burg am Burgfest-Sonntag (ab 13.30 Uhr).

Kein Burgfest ohne Novum: Wie Burgvereins-Präsidentin Birgit Becker verriet, wartet am Burgfest-Samstagvormittag zwischen 9 und 14 Uhr ein Burgfestfrühstück mit Markt am Burgweg vor dem Rathaus auf viele Besucher. „Hier werden heimische Produkte, Geschenkartikel, aber auch Produkte aus den Partnerstädten der Kur- und Burgstadt angeboten“, erklärte Becker, um gleich hinzu zufügen, dass ihr schon eine feste Zusage aus der Partnerstadt Le Cannet-Rocheville vorliege, sich aktiv (wohl mit einem Stand) an der Aktion zu beteiligen.

Die Vorbereitungen für das Burgfest 2019 liefen auf Hochtouren, alles sei im Zeitplan und somit im grünen Bereich, betonte die Burgvereins-Chefin abschließend.

Mit dem Ende des offiziellen Teils machten die ersten Exemplare des Burgfest-Heftes 2019 die Runde. Interessant sind die dem Band immanenten Beiträge: Das neue Burgfräulein Sophia I., – mit bürgerlichem Namen Sophia Hees – bringt in ihrem Selbstporträt glaubhaft rüber, dass sie sich auf die Zeit als Burgfräulein freue. Die Regentschaft 2019/20 sei für sie etwas ganz Besonderes, denn vor sieben Jahren, 2012/2013 habe ihre Schwester Verena I. die ehrenvolle Aufgabe erfüllt, als Burgfräulein das traditionsreiche Heimatfest zu unterstützen. Beiträge zur Stadtgeschichte, im 100-Jahre-Rhythmus angeordnet, schließen sich an: So schildert ein Bericht die Folgen des Erdbebens, das im Jahr 1619, also vor 500 Jahren, die Burgstadt heimgesucht hat. Die Chronik des Parkhotels Bender schlägt sozusagen die Brücke in die Neuzeit, wobei das Buch noch kurz im Jahr 1819 Station macht; der Grund: Während eines Gewitters wird der Hauptturm der Burg vom Blitz getroffen und beschädigt. Die ersten freien Reichstagswahlen in Deutschland im Jahr 1919 in Königstein sowie die Besatzung durch die Franzosen nach dem Ende des 1. Weltkriegs sind weitere Artikel, die zur Lektüre einladen.

Viele Köche verderben nicht immer den sprichwörtlichen Brei. Der Burgverein liefert hierfür alljährlich den Beweis. Zahlreiche fleißige Hände in unterschiedlichen Funktionen sind auch in diesem Jahr wieder an der Erstellung des Buches zum Fest beteiligt gewesen. Foto: dw

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