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Lions Club unterstützt Hospizgruppe nachhaltig durch zwei Schecks

Von links nach rechts: Pfarrer Hackel, die Lions Club-Herren Marc Jacobs, Peter Forster und Ulrich Köhne und in deren Mitte Cornelia Jung, die voller Freude die Schecks für die Hospizgruppe entgegennahm. Übrigens ganz rechts in der Hand von Herrn Köhne: Die Notfallbox! Foto: Diel

Kronberg (die) – „Der Entschluss, die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hospizgruppe der Kronberger Diakonie-Station zu unterstützen, fand bei den Lions einhellige Zustimmung!“ So äußerte sich der vollkommen überzeugte Vorsitzende des Activity-Ausschusses des Lions-Clubs, Peter Forster, anlässlich der gleich zweifachen Scheckübergabe am vergangenen Montag in den Räumen der Diakonie-Station, bei der neben Pfarrer Hackel noch Ulrich Köhne (Vorsitzender des „Sozialen Hilfswerks“ des Lions Clubs) sowie Marc Jacobs, der Lions-Präsident des vergangenen Jahres für seinen im Ausland befindlichen Amtsnachfolger, erschienen waren. Der erste Scheck über 5.000 Euro soll – neben der Spende in der gleichen Höhe vom Förderverein der Ökumenischen Diakoniestation – für dringend erforderliches neues Mobiliar für die mittlerweile 25 ehrenamtlichen Hospizhelfer genutzt werden. „Unsere Stühle und Tische sind alt, wackelig und einfach hinfällig“, so die Koordinatorin der Ambulanten Hospizgruppe Betesda, Cornelia Jung, „wenn wir eine Fortbildung für die Helfer durchführen, müssen alle im ganzen Haus erst treppauf und treppab laufen und Stühle zusammensuchen.“ Dieser Missstand soll nun endgültig behoben werden. Auch ein neuer Tisch muss her und außerdem denkt die Hospizgruppe an eine personelle Vergrößerung, denn es soll eine weitere Koordinatorin – oder gerne auch ein Koordinator! – angestellt werden. Zu diesem Zweck sollen zwei Arbeitsplätze mit den dafür erforderlichen Möbeln und abschließbaren Schränken eingerichtet werden. Dann können zwei Personen gleichzeitig arbeiten, was bislang leider nicht möglich ist. „Wir unterstützen als Lions-Club gerade diese Einrichtung, weil wir schon die Ausbildung der ersten fünfzehn ehrenamtlichen Hospizhelfer seit dem Jahr 2008 finanziell gefördert haben. Weitere Hilfen folgten, nämlich durch die Spende eines Autos anlässlich des dreißigjährigen Club-Jubiläums sowie durch die Übergabe des Erlöses eines Konzertes. „Wir unterstützen mit Nachdruck, denn die Arbeit dieses Projektes kommt allen Kronbergern zugute!“, betonen die Mitglieder des Lions-Clubs. Die wertvolle Unterstützung der Hospizarbeit durch den Lions-Club unterstrich auch Pfarrer Hackel. „Die Lions stehen der Diakonie auch für pragmatische Hilfe zur Seite.“ Nicht nur finanziell, auch ein wirkliches Dahinterstehen, das präge das Engagement des Lions-Clubs im Zusammenhang mit der Hospizarbeit.

Notfallboxen

Der zweite Scheck über 1.500 Euro betrifft ein absolutes Novum, das wahrscheinlich viele Kronberger gar nicht kennen. Das Geld dieses Schecks soll für die Anschaffung von 400 sogenannten Notfallboxen verwendet werden. Diese wurden im angelsächsischen Raum entwickelt und stehen mittlerweile in fast jedem britischen Kühlschrank, so Forster. Kühlschrank? Jawohl, denn den können Ersthelfer oder Notärzte im Ernstfall sehr leicht in einem Haushalt finden, ohne lange suchen zu müssen.

Und in der Notfallbox befindet sich ein Papier mit wichtigen Daten: Namen, Informationen über zuständigen Arzt, Betreuer, das Vorhandensein von gesundheitlichen Einschränkungen oder einer Patientenverfügung oder auch, ob sich im Haus ein Haustier befindet. Ein entsprechender Aufkleber kann an der Haustür angebracht werden, damit die Notfallhelfer gleich wissen, dass eine Notfallbox im Haus respektive im Kühlschrank zu finden ist.

Eine geniale Idee, einfach und sehr zukunftsträchtig. „Das soll für den Lions-Club eine Dauerinitiative werden“, so Forster, die Boxen sollten irgendwann flächendeckend bei der Bevölkerung ankommen. Aber wie kommt man an so eine Box? Zum Beispiel kann man eine Box erhalten, so Cornelia Jung, wenn man bei dem für Herbst geplanten „Letzte Hilfe Kurs“ teilnimmt. Dieser von Dr. med. Bollig entwickelte Kurs gibt Hilfestellungen für die Situationen, die im Zusammenhang mit dem Tod eines Angehörigen auf jeden von uns zukommen können.

Viele Informationen über einzelne Institutionen oder eben über das Thema „Vorsorgen und entscheiden“ – da wird die Notfallbox zum Thema – sollen dort vermittelt werden. „Wir haben ein sehr gutes Netzwerk, auch zu den Pietäten vor Ort, aber auch zu den anderen Hospizgruppen im Hochtaunuskreis“, so Jung.

Eine Hospizarbeit, die klappt, mit viel Unterstützung, Ehrenamt und Herzblut.

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