Bad Homburg (hw). Die Maria-Ward-Schule konnte kürzlich eine 22-köpfige Delegation aus Südkorea, begleitet von einer Dolmetscherin, begrüßen. Unter der Leitung von Jung Hung Chae, Director General of Education Bureau Korea, besuchte die Delegation verschiedene Schulen in Deutschland, um Einblicke in das deutsche Bildungssystem, innovative Unterrichtsmethoden und Schulkonzepte zu gewinnen. Ziel war es, neue Impulse für die Weiterentwicklung des südkoreanischen Bildungssystems zu sammeln und durch den Austausch von Erfahrungen die Bildungsqualität in beiden Ländern zu verbessern sowie internationale Bildungskooperationen zu stärken.
Schulleiterin Dr. Leonie Fuhrmann stellte in einer detaillierten Präsentation die Maria-Ward-Schule vor, um Einblicke in das Schulleben und die Bildungsphilosophie zu geben. Sie erläuterte die verschiedenen Schulformen, betonte die Schwerpunkte Sport und Musik, stellte das Engagement der Schule im Bereich der digitalen Bildung vor, die moderne Lernmethoden und den Einsatz neuer Technologien umfasst, und hob die vorbildliche Arbeit in der Berufsorientierung zur Vorbereitung der Schülerinnen auf ihre berufliche Zukunft hervor. Zudem präsentierte sie das Förderkonzept und das Ganztagsangebot, das durch eine Vielzahl attraktiver Arbeitsgemeinschaften bereichert wird. Sie ging auch auf das speziell entwickelte Schutzkonzept der Maria-Ward-Schule ein, dass die Sicherheit und das Wohlbefinden der Schülerinnen sicherstellt, und erwähnte, als einzige Schule im Hochtaunuskreis das Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ zu tragen.
Besonders hob sie die Vorteile einer Mädchenschule hervor: Hier können Schülerinnen in einer unterstützenden und motivierenden Umgebung selbstbewusst ihre Interessen und Talente entfalten, frei von geschlechtsbedingten Rollenbildern. Die Mädchen werden ermutigt, in allen Fächern ihr volles Potenzial zu entfalten, insbesondere in den MINT-Fächern, in denen sie traditionell unterrepräsentiert sind.
Abschließend betonte Leonie Fuhrmann die Bedeutung des interkulturellen Lernens, das unter anderem durch den Schüleraustausch mit Australien und die Teilnahme an internationalen Programmen wie Erasmus plus gefördert wird. Diese Kombination aus Tradition und Innovation mache die Maria-Ward-Schule zu einem einzigartigen Lernort.
Im Anschluss an ihre Präsentation führte die Schulleiterin die Gäste durch das Schulgebäude und das Außengelände und zeigte ihnen dabei unter anderem die Mensa, die Schulbibliothek, den Schulgarten, die Lehrküche, den Lern- und Rückzugsbereich für die Schülerinnen sowie den Ruhebereich für die Lehrer.
Zum Abschied hielten die koreanischen Gäste beim Gruppenfoto ihre Fäuste in die Luft. Diese Geste hat in Korea eine besondere Bedeutung: Die Faust symbolisiert das Herz. Diese Geste bedeutet „Ich mag dich/Ich liebe dich“ und ist Ausdruck von Freundschaft und Wertschätzung.
