Warum der Name Regina bei Motorradfans Extase auslöst

Bad Homburg (fk). Wenn jährlich die Listen der beliebtesten Vornamen veröffentlicht werden, gehört Regina ganz sicher nicht dazu. Bei Freunden historischer Motorräder löst „Regina“ jedoch Begeisterung aus. Trägt doch eines der bekanntesten Modelle aus dem Hause der 1923 in Bad Homburg gegründeten Horex-Fahrzeugbau AG diesen klangvollen Namen.

Am Wochenende war es nun wieder so weit: Fans aus ganz Deutschland konnten in der Kurstadt nicht nur die legendäre „Regina“ bestaunen, sondern auch Zweiräder diverser anderer Fabrikate wie NSU, Puch, BMW, Honda, Ducati, Jawa, Adler, Zündapp oder Hercules. Doch der Reihe nach:

Ziemlich genau vor einem Jahr hat der Motorsportclub Bad Homburg sein 50. Horex-Treffen ausgerichtet. In den vergangenen Jahren war man rund um das IKF-Gelände in Kirdorf zu Gast. Das gehört nun der Vergangenheit an. Auch das Format hat sich ein wenig geändert. „Unsere Mitglieder werden auch nicht jünger. Der Altersschnitt könnte sich so in Richtung 70 plus bewegen. Zuletzt haben wir immer so um die 40 Helfer benötigt, die auch kräftig mit anpacken mussten. Das ist aktuell kaum realisierbar. Auch deshalb haben wir uns entschieden, nur noch eintägig unterwegs zu sein. Der Umzug an den neuen Standort vor die Erlenbach-Halle hat aber auch finanzielle Gründe. Ortsansässige Vereine erhalten von der Stadt für ihre Veranstaltungen Sonderkonditionen. Zudem haben wir hier durch die vorhandene Gastronomie auch die Versorgung unserer Besucher gesichert“, so Frank Böttcher, der engagierte Macher von den Horex-Columbus-Freunden.

Das neue Kind hört nun auf den Namen„1. Motorrad- und Oldtimer-Treffen“. Natürlich stand bei der Premiere an der Erlenbach-Halle die „Heimat-Marke“ Horex im Fokus. Die Legende lebt also weiter. Auch Frank Böttcher reiste stilecht mit einem Horex-Motorrad, dem Prototyp einer „Regina Schwinge“ (Baujahr 1955) mit 18 PS, an. Keine zwei Stunden nach Beginn des Treffens war es ziemlich voll auf dem Areal vor der Halle, und reichlich Chrom blitzte in der Sonne. Darunter konnten auch dreirädrige Fahrzeuge, Sonderbauten oder Raritäten unter den Old- und Youngtimern bestaunt werden.

Das Motto unter den vielen Zweiradfreunden lautete: „Hinfahren, anschauen, schwätzen mit anderen Fans, sich mit etwas Essen stärken und zufrieden wieder in Richtung Heimat düsen.“ Wer wollte, konnte auch noch eine kleine Runde drehen und zur Central-Garage im Niederstädter Weg fahren. Dort konnte man sich an der historischen Tankstelle mit seinem Bike fotografieren lassen und bekam das Bild dann später per Mail zugesendet. Auf dem Rückweg nach Ober-Erlenbach bot sich ein Stopp an der Horex-Säule in der Justus-von-Liebig-Straße oder auch am Gebäude des ehemaligen Horex-Museums hinter dem Bad Homburger Bahnhof an.

Zu den Stammgästen des Treffens gehört auch Toni Schneider. Der 89-Jährige aus Langgöns reiste diesmal mit dem Auto an. „Ich bin BMW-Freund und steige ab und zu auch noch in den Sattel. Besonders viel Spaß machen mir dann Ausflüge. Am Nürburgring kann man zum Beispiel eine Runde auf der alten Nordschleife drehen. Hier schätze ich es sehr, dass man mit Gleichgesinnten entspannt fachsimpeln kann und alte Freunde trifft“, so Schneider.

Reichlich tolle Maschinen präsentieren sich beim Treffen der „Horex-Columbus-Freunde“ vor der Erlenbach-HalleFoto: fk

171.9981 mm

86.8098 mm



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