Neuenhain (bs) – Konfuzius – der Name steht für die chinesische Kultur. Für Voltaire war er der vernünftige geistige Herrscher der fremden Kultur, für die republikanischen Revolutionäre 1911 stand er für die Verkrustung und Erstarrung der chinesischen Gesellschaft. Sie wollten den „Konfuzius-Laden“ zertrümmern. Wie dachten die „einfachen“ Menschen über ihn? Das volkstümliche Bild des Konfuzius enthält zahlreiche märchenhafte Elemente. Der Weise wird einerseits selbst als mit Gewalt regierender Autokrat gezeigt, andererseits aber auch als der Denker, der die Autokratie ablehnt.
Der illustrierte Vortrag von Dr. Rainald Simon, Sinologe der U3L, am Mittwoch, den 20. Mai von 16 bis 17 Uhr im Augustinum zeigt die Widersprüche und märchenhaften Elemente im volkstümlichen Konfuziusbild auf. Der Eintritt kostet 8 Euro.