Neuenhain (iba) – Ein Duell der Kellerkinder, FV Neuenhain (Tabellenplatz 15) gegen den 1. FC Sulzbach (Platz 16), beide Mannschaften brauchten unbedingt einen Sieg, wenn sie sich noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt sichern wollten.
Die Sulzbacher mit Wucht durch die Mitte und mit Tempo über die Außen, Neuenhain-Trainer Schütze hatte seine Elf aber ebenso kämpferisch eingestellt. Ein eigentlich perfekter Start für Sulzbach, Leo Burns traf bereits nach drei Minuten zum 0:1 – eine bessere Ausgangslage hätte sich Gästetrainer Carsten Schmitt kaum wünschen können. Allerdings verpassten es seine Spieler, in den folgenden 87 Minuten den berühmten „Sack zuzumachen“, Sulzbach spielte gefällig und mit Zug zum Tor, rannte sich in der vielbeinigen Neuenhainer Defensive aber immer wieder fest, das zweite Tor wollte einfach nicht gelingen. Und so kam es dann, wie es gemäß der Fußballer-Binsenweisheit fast immer kommt: Wenn man vorne kein Tor schießt...
Die Neuenhainer schleppten immer wieder Bälle nach vorne und hatten Tempovorteile auf den Außenbahnen. Nach den x-ten Festrennen setzten sie sich schließlich durch, über die Grundlinie in den Strafraum, den Ball zurückgelegt, Schuss – Hand! Elfmeter plus Verwarnung (der Unparteiische entschied wohl im Sinne der „Doppelbestrafung gibt es nicht“-Regel und zeigte nur Gelb), den fälligen Strafstoß versenkte Simoneit sicher zum 1:1-Endstand im Netz (87.). Eine Punkteteilung, die allerdings keiner der beiden Mannschaften so richtig hilft, im Abstiegskampf braucht es Siege, gerade in einem sogenannten Sechs-Punkte-Spiel. Dabei hatten die Gastgeber sogar noch den Sieg auf dem Fuß, aber einmal trafen sie nur die Latte, einmal entschärfte Gästetorwart Schoeneck mit einem Teufelsreflex einen Schuss, den viele schon drin gesehen hatten. Neuenhain mit 17 Punkten weiter Drittletzter, Weilbach II steht derzeit mit 25 Punkten auf dem Relegationsplatz 13, das rettende Ufer ist für die Gelb-Schwarzen unverändert weit weg.
Nächsten Sonntag müssen Schützes Schützlinge auswärts beim 1. FC Lorsbach ran, der ist derzeit Tabellensechster – hat allerdings mit bereits 63 Gegentoren lediglich die neuntbeste Abwehr der Liga. Wenn die Neuenhainer nur ansatzweise mit so viel Zug ins letzte Drittel spielen wie gegen Sulzbach, sollte auswärts etwas zu holen sein.








