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Königsteiner Sternsinger repräsentieren Bistum Limburg im Bundeskanzleramt

Königstein/Berlin (hhf) – Genaugenommen kommen sie ja aus der Pfarrei Maria Himmelfahrt im Taunus, die sich weit über Königstein hinaus erstreckt, da aber alle Gemeinden ihre eigenen Sternsinger auf den Weg schicken, sei diese interne Differenzierung erlaubt.

Offiziell sind sie nach Berlin gefahren, um dort das Bistum Limburg zu repräsentieren – und das bedarf einer näheren Erklärung. Trotz aller christlichen Werte in der Weihnachtszeit hatte da nämlich auch noch die heidnische Göttin Fortuna ihre Hand im Spiel, wenn man dem Volksmund glauben schenken will.

Nun, ganz gleich, wer welchem Gott den Vorzug gibt, das Kindermissionswerk jedenfalls hatte die Entscheidung, welche Sternsinger in diesem Jahr nach Berlin fahren dürfen, in höhere Zuständigkeit abgegeben und einen Wettbewerb ausgeschrieben, den es für Interessierte kreativ zu lösen galt.

Linus entdeckte diese Chance als erster und entwickelte ein Buchstabengebilde, das sich um das diesjährige Sternsingermotto drehte: „Wir gehören zusammen“. Recht geschickt verbirgt sich hinter dieser Formulierung gleichermaßen das grundsätzliche Anliegen der Sternsinger-Aktion, die seit 1959 beweist, dass Kinder (und Jugendliche, nahtloser Übergang...) sich effektiv für andere Kinder einsetzen können. In diesem Jahr stehen besonders behinderte Kinder in Peru im Vordergrund.

So gefiel das zentrale Wort „Wir“ aus Linus’ Einsendung wohl der Jury am besten, denn er gewann damit fünf Reisen nach Berlin: Drei Könige, ein Sternträger und eine erwachsene Begleitperson. Nun folgte die Qual der Wahl – Linus und Bruder Clemens hatten ihre Plätze sicher, Katrin und Gabriela profitierten nicht nur von der Frauenquote, sondern hatten sich auch – unter anderem – durch fleißige Sternsingerdienste qualifiziert. Natürlich wären da auch noch etliche andere in Betracht gekommen, doch verringerte der Umstand, dass der Termin in der Ferien- und Reisezeit liegt, die Bewerberschar beträchtlich.

Die Fünfte im Bunde schließlich wurde Susanne Philippi, die vor einigen Monaten erst in die hiesige katholische Jugendarbeit eingestiegen ist und dabei auch für die Sternsinger zuständig wurde. Sie nahm die große Aufgabe gelassen an und schickte uns auch Bilder von dem Aufenthalt in Berlin, die zeigen, dass die Sternsinger neben ihrem hochoffiziellen Auftritt auch noch privat reichlich Spaß in der Hauptstadt hatten. Aufgrund der Entfernung stand ihnen nämlich eine Übernachtung zu, nachdem sie zunächst ein Vorbereitungstreffen mit Abendessen und danach – begleitet von der Bundespolizei – den abendlichen Empfang absolviert hatten. Besonders eindrucksvoll übrigens das Blanko-“Sternsinger-Ticket“ von der Bahn für die Gruppe.

Mit dem etwas Anderen beschäftigte sich auch die Bundeskanzlerin: „Ihr seid Segensbringer und Botschafter. Eure Botschaft ist: Wir gehören zusammen. Dass Ihr in diesem Jahr besonders auf die Situation von Kindern mit Behinderung aufmerksam macht, ist sehr wichtig. Manchmal werden Menschen, die ein bisschen anders sind, gehänselt und haben es nicht so einfach. Deshalb ist es auch ganz wichtig, dass wir mit Menschen mit Behinderung so umgehen, dass wir ihre Würde auch immer respektieren und uns in sie hineinversetzen“. Und weiter: „Dass es so viele von Euch gibt und dass es die Betreuer gibt, das ist genau die Botschaft an uns alle und an die Menschen, die Ihr besucht: Macht doch auch was!“

Die Sternsinger am Ziel: Katrin, Gabriela, Clemens und Linus (v.l.) mit Pfarrer Dirk Bingener, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Prälat Dr. Klaus Krämer und Betreuerin Susanne Philippi (2. Reihe v.l.).
Foto: Adloff/Kindermissionswerk:

Vorfreude: Noch im alten Jahr trafen sich die „Auserwählten“ zum Pressetermin in der Marienkirche – natürlich vor der Krippe, wo die heiligen drei Könige in Miniatur zu bewundern waren.
Foto: Friedel

Sternsinger können auch cool: Einmal nach Berlin gereist, hatten die Königsteiner sich dort noch einige freie Stunden gegönnt.
Fotos: Philippi

Big Business: Rund um den Empfang im Bundeskanzleramt galt es, einen gewaltigen Medienrummel zu überstehen.

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