DRK Basar für alle – und alle kamen

Gruppenbild mit Bürgermeister und Zebras: Leonhard Helm war gern Hahn im Korb, umringt von den DRK-Damen, links von ihm Cilly Merz und rechts Wiltrud Post ......(( die anderen kläre ich noch..., Anita Dobra und Ruth Magnus.)

Königstein (aks) – In 50 Jahren ist das bunte Angebot stetig gewachsen und es hat sich bei Schnäppchenjägern schon längst herumgesprochen, dass es sich auf dem DRK-Basar wirklich gut „shoppen“ lässt. Klar, dass der erste Ansturm schon um Punkt 10 Uhr passierte, als die Türen der Grundschule sich öffneten.

Die vielen helfenden Damen jedenfalls waren überwältigt. Sie alle sind es, die gemeinsam mit Wiltrud Post und Cilly Merz so viel Gutes tun und am Wochenende um die Wette strahlten: Sie kochen nicht nur Suppen, die sie mit frischen Brötchen in der Cafeteria servieren, und backen Kuchen, Stollen und tolle Plätzchen, sie bauen auch die Verkaufsstände mit auf und ab und beraten zwei Tage lang die vielen Kunden, die sich umsehen und auf Entdeckungsreise gehen durch die riesige Auswahl an schönen Klamotten. Darunter glänzende Abendgarderobe, Schmuck und Selbstgestricktes, handbestickte Leinenservietten, Porzellan und Kinderspielzeug.

Ehrenamt bedeutet Kontinuität

Immer wieder tauchen interessante Objekte auf wie eine „Bohnen-Schnippel-Maschine“, die der erste Vorsitzende des DRK Königstein, Prof. Dr. med. H. Eckart Wernicke, seines Zeichens Unfallchirurg, stolz präsentiert und auch die Funktion erklärt. Die hat er auch früher als Küchenhelfer bei seiner Mutter schon bedient und immer gut auf seine Finger aufgepasst. Er ist seit 1953 für das Deutsche Rote Kreuz in Königstein aktiv, wo er zur Schule ging, und erinnert sich gern an die Zeit, als der erste Basar 1969 in der früheren Schule, „im Schülchen“, stattfand, das in den 70er-Jahren abgerissen wurde (neben der heutigen Stadtbibliothek).

Er lobt überschwänglich den Einsatz vieler Seniorinnen, manche über 80 Jahre alt, ohne die es die vielen sozialen Einsätze für die Gemeinschaft nicht gebe, und bedauert den fehlenden Nachwuchs: „Ehrenamt bedeutet Kontinuität, dafür wird zu wenig getan, auch vom Staat.“ Jüngere Menschen meldeten sich ganz selten (vielleicht sind die ja in den sozialen Medien sozial aktiv?), und so hätte das DRK, so wie alle Vereine, das Problem der totalen Überalterung.

Ohne Nachwuchs werde es viele Aktivitäten nicht mehr geben: Sein Appell richtet sich an alle, die sich sozial engagieren wollen, es werde selbstverständlich auf jeden einzelnen Rücksicht genommen, schließlich sei Zeitmangel die größte Hürde.

Adrett verpackte Aussteuer

Auch Leonhard Helm lässt sich blicken und ist gleich umringt von den vielen weiblichen Helferinnen. So ein adrett verpacktes Aussteuerpaket habe er schon mal früher gesehen, ob da wohl Bettwäsche drin sei? Die Antwort kennt keiner so genau, aber das macht nichts bei dem sensationellen Verkaufspreis von wenigen Euro für echtes handbesticktes Leinen aus der guten alten Zeit. Er freut sich sichtlich, dass der DRK-Basar so beliebt ist, schließlich sei er für alle Bürger, die mit ihrem Einkauf Gutes tun und dabei noch günstig einkaufen wollen. Alle Einnahmen fließen in die Sozialarbeit in Königstein, um sozial schwache MitbürgerInnen zu unterstützen, aber auch, um Aktivitäten der Ortsvereinigung wie Gymnastik- und Tanzkurse sowie Seniorentreffen weiterhin anbieten zu können.

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