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Musikverein trifft beim Vatertag den richtigen Ton

Zum ersten Mal hatte der neue Erste Stadtrat Robert Siedler die Aufgabe, den Fassanstich vorzunehmen. V.l.n.r.: Dieter Krieger, Braumeister Stefan Schmidt, Robert Siedler

Fotos: Westenberger

Kronberg (mw) – Sind es nun 50 Jahre oder 60 Jahre? Egal. Jedenfalls schon so viele, dass man mit gutem Recht von einer langen Tradition sprechen kann, wenn der Musikverein für Alt und Jung, Mitglieder und Nichtmitglieder, Kronberger und Nichtkronberger zum Vatertag aufspielt. Wohl waren es immer wieder verschiedene Ort, wie Dieter Krieger, der den geselligen Vatertagsfrühschoppen des Musikvereins in und vor der Zehntscheune locker und leicht moderierte, jedes Jahr zum Vatertag aufspielte, doch schließlich habe der Verein mit der Zehntscheune den passenden Rahmen für den musikalisch-fröhlichen Tag gefunden. Was sich allerdings geändert habe, meinte er augenzwinkernd, seien die Ansprüche und verwies damit auf die schönen Tische, die mit Sicherheit die weiblichen Mitglieder so liebevoll dekoriert hatten. „Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein rosa Tischdeckchen“, feixte er. Den ganzen Tag über sorgten die Musikvereins-Mitglieder mit „Dicke-Backen-Musik“, wie der erste Vorsitzende Peter Ruth sie rundweg nennt, für Unterhaltung. „Darunter sind Filmmelodien genauso wie Operetten- und Opernmelodien“, erzählt er. Der Musikverein Kronberg ist längst bekannt für eine solide Jugendarbeit und auch wenn sich derzeit gerade wieder die Reihen der Jugendlichen, die es als junge Erwachsene oftmals in verschiedene Himmelsrichtungen verschlägt, gelichtet haben und musikalischer Nachwuchs dringend gesucht wird, wurde der Musikverein gerade erst vom Präsidenten des Hessischen Musikverbands für seine erfolgreiche Jugendarbeit gelobt. „Für mich ist es immer wieder etwas Besonderes, dass es uns gelingt, dass in unserem Verein ganz junge Musiker mit über Achtzigjährigen gemeinsam musizieren.“ Zwar sei das nicht immer einfach, weil die Musikgeschmäcker der einzelnen Generationen unterschiedlich sind, aber um so schöner, wenn es dann gelinge, Kompromisse einzugehen und gemeinsam zu musizieren. Ebenfalls eine Tradition innerhalb des 52 aktive Musikerinnen und Musiker zählenden Vereins ist es, dass zum Vatertagsfrühschoppen der Erste Stadtrat eingeladen ist, das Fassbier anzustechen. Der neue Erste Stadtrat, Robert Siedler, seit Anfang Mai in Kronberg im Amt und somit den meisten noch unbekannt, ließ es sich nicht nehmen, diese Tradition fortzuführen. Zwar sei das für ihn als gebürtiger Bremerhavener eine ungewöhnliche Prozedur, doch was solle schon schief gehen? Schließlich sei sonniges Wetter und es gäbe so oder so etwas zu Klatschen und zu Lachen: Ob ihm der Fassanstich nun gelinge oder nicht. Das Sakko hatte er sicherheitshalber schon mal zur Seite gelegt. Das wäre gar nicht nötig gewesen, denn er bewies Geschick und wünschte den Besuchern, die bereits am Vormittag gut gelaunt alle Tische und Bänke füllten, nach vollbrachten Werk „guten Durst“. Das obligatorische „O-‘zapft is“, konnte erschallen und schon ging es weiter im bunten Reigen der Musikstücke, die die Musiker, geschützt vor zu viele Sonne unter dem Dach der Zehntscheune, zum Besten gaben, während ihre Kollegen hinter der Theke Steaks, Würstchen und Getränke verkauften. Bis in den Abend hinein wurde munter unter der musikalischen Leitung von Jörg Senger musiziert und in den Spielpausen dem gemütlichen Beisammensein gefrönt. Robert Siedler versprach seinem Publikum in seiner kurzen Begrüßungsansprache, auch wenn es bei ihm so eine Sache sei, musikalisch den richtigen Ton zu treffen, er doch hoffe, in anderen Bereichen innerhalb dieser schönen Stadt, die er sich nun freue, seinen Arbeitsort nennen zu dürfen, den richtigen Ton zu treffen. Ein Geburtstagsständchen gab es zu Beginn des musikalischen und feucht-fröhlichen Frühschoppens zum Vatertag für den ersten Vorsitzenden Peter Ruth auch noch. Angelika Hartmann überreichte ihm im Namen der Mitglieder nachträglich zu seinem Geburtstag einen Kronberger Bembel mit den Worten: „Eigentlich bist Du ja Bad Nauheimer, wohnst in Oberursel und hast Dir als Deine Wahlheimat Kronberg ausgesucht. Deshalb überreichen wir Dir diesen Bembel, damit Du auch Kronberg treu bleibst!“

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