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Verein „Perspektiven“ feierte 30-jähriges Bestehen

Zu den Höhepunkten der runden Geburtstagsfeier zählte der Auftritt des „Perspektiven“-Chors. Foto: privat

Kronberg (kb) – Wenn rund 200 Menschen in der Kronberger Stadthalle zusammen kommen, dann hat das einen guten Grund. Dieses Mal war das 30-jährige Bestehen des Vereins „Perspektiven“ der Anlass.

Zahlreiche Klientinnen und Klienten, knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vorstand, Kooperationspartner sowie Vertreter des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, des Hochtaunuskreises und der Städte feierten gemeinsam. Moderiert wurde die Veranstaltung on Markus Hertle, Redakteur im hr3.

Artur Diethelm, seit Vereinsgründung Erster Vorsitzender, eröffnete die Veranstaltung mit sehr persönlichen Worten und dem Gedicht „Wenn jeder eine Blume pflanzte“ des kürzlich verstorbenen Peter Härtling.

Marion Bohn-Eltzholtz, die Leiterin des Fachbereichs Soziales, Kultur und Bildung, verlas die Grußworte des Kronberger Bürgermeisters Klaus Temmen und verwies dabei insbesondere auf das ,tegut…-Lädchen, in Schönberg, welches von der Perspektiven gGmbH betrieben wird und die Nahversorgung im Stadtteil sichert. Sie lobte außerdem die einzelfallbezogene Kooperation mit städtischen Mitarbeitern aus dem Fachbereich Soziales, Kultur und Bildung.

Karlheinz Schön, Fachbereichsleiter im Landeswohlfahrtsverband Hessen, würdigte die Entwicklung des Vereins, der aktuell Ambulant Betreutes Wohnen, Tagesstätten, Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen, einen Integrationsfachdienst und Präventionsprojekte unterhält. Er verwies auf die innovative Vereinsarbeit sowie den engagierten Einsatz der Mitarbeiter.

Auch Katrin Hechler, Kreisbeigeordnete des Hochtaunuskreises, zollte Respekt und Anerkennung und ging auf die Bedeutung des neuen Bundesteilhabegesetzes ein. Die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben im Interesse von Inklusion und Teilhabe sei eine Herausforderung, die nur in enger Kooperation mit sozialen Trägern wie beispielsweise Perspektiven gemeistert werden könne. In diesem Zusammenhang lenkte sie den Blick auf das Präventionsprojekt „Verrückt? Na und!“, das der Verein unter der Schirmherrschaft des Landrats Ulrich Krebs im Hochtaunuskreis koordiniert.

Die langjährige Geschäftsführerin von Perspektiven, Ulrike Schüller-Ostermann, zeigte auf, wie sich seit 1987 im Hochtaunuskreis und Frankfurt das Gesamtangebot an psychosozialer Unterstützung für Menschen mit seelischen Problemen oder Behinderung durch den Verein entwickelt hat. Grundlage hierzu war die ehrenamtliche Tätigkeit der Gründungsmitglieder, die den Verein mit dem Ziel gegründet hatten, die ambulante und wohnortnahe Versorgung psychisch kranker Menschen zu verbessern. Die wichtigsten Ziele sind damals wie heute selbstbestimmtes Wohnen, gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe und eine den eigenen Fähigkeiten entsprechende Arbeit oder Beschäftigung. Darüber hinaus setzt der Verein sich gegen die Stigmatisierung und Ausgrenzung von seelisch und körperlich beeinträchtigten Menschen ein.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch musikalische Beiträge des Pianisten Blasius Fabian, der bekannte Evergreens aus den vergangenen drei Jahrzehnten spielte. Klienten und Mitarbeiter spielten kurze Theaterszenen und ein Tagesstättenbesucher trug ein Gedicht vor. Abschluss und Höhepunkt war der Auftritt des „Perspektiven“-Chors, dem ebenfalls Klienten und Mitarbeiter angehören. In den Schlusskanon „Froh zu sein bedarf es wenig“ stimmte der ganze Saal ein.

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