Beerenkuchenfest in Oberhöchstadt: Süße Tradition und neue Wegweiser

Oberhöchstadt (kb) – Wer am vergangenen Samstag ab 15 Uhr den Porto-Recanati-Platz besuchte, wurde mit allem belohnt, was einen gelungenen Sommernachmittag ausmacht: herrlichem Kuchen, guter Gesellschaft, erfrischender Bowle und vielen anregenden Gesprächen. Das traditionelle Beerenkuchenfest des Vereins Heckstadt Freunde Oberhöchstadts erwies sich erneut als Publikumsmagnet. Die Gäste blieben bis zum letzten Kuchenstück – und davon gab es reichlich.

Die Mitglieder des Vereins hatten wieder zahlreiche Beerenkuchen gebacken, die liebevoll auf den festlich gedeckten Tischen präsentiert wurden. Schnell wurde deutlich, dass sich die viele Arbeit gelohnt hatte, denn die Kuchen fanden begeisterte Abnehmer. Besonders gefragt war erneut die beliebte Erdbeerbowle nach dem Rezept von Vereinsmitglied Steffi Vier. Rund fünf Kilogramm frische Erdbeeren, gespendet vom Erdbeerstand Mager, wurden dafür von Reante Kuczka – ebenfalls sehr engagiert im Verein – sorgfältig geschnippelt. Die fruchtige Erfrischung war bei den sommerlichen Temperaturen genau das Richtige und fand großen Anklang bei den Besucherinnen und Besuchern.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bürgermeister Christoph König, der neben seinen Grußworten auch einige erfreuliche Neuigkeiten für Oberhöchstadt mitgebracht hatte. Besonders hervor hob er die neuen Hinweisschilder, die inzwischen im Ortskern installiert wurden. Dazu gehört endlich auch eine Beschilderung zur öffentlichen Toilette im Dalleshaus – ein Anliegen, für das sich die 2. Vorsitzende des Vereins, Brigitte Alsheimer, über viele Jahre hinweg für den Verein engagiert eingesetzt hatte. Gäste und Besucher finden nun deutlich leichter den Weg dorthin.

Darüber hinaus weisen neue Schilder auf die sehenswerte Ziegler-Ausstellung im Dalles- Haus hin. Für eine ganz besondere Überraschung sorgte jedoch ein weiteres Schild: der Hinweis zum Herbert-Alsheimer-Saal. Dieses war weder beantragt noch ausdrücklich gewünscht worden. Umso größer war die Freude bei der Familie Alsheimer, die von dieser unerwarteten Wertschätzung für den verstorbenen Ehrenbürger Kronbergs sehr gerührt war.

Den neuen Schildern gingen zahlreiche Sitzungen und Abstimmungen mit der Stadt Kronberg voraus, bei denen die Interessen aller Stadtteile berücksichtigt wurden. Brigitte Alsheimer vertrat dabei den Vereinsring-Vorsitzenden Hans Georg Kaufmann Oberhöchstadt als engagierte „Schilderbeauftragte“ und brachte die Anliegen des Stadtteils mit Beharrlichkeit und Ausdauer ein. Das Ergebnis kann sich nun sehen lassen.

Auch die Entwicklung des Porto-Recanati-Platzes selbst war Thema der Ansprache. Bürgermeister König berichtete, dass der Brunnen aufwendig repariert wurde und nun wieder in Betrieb sei und die neu installierte Trinkwasseranlage bereits sehr gut angenommen werde. Gerade an heißen Tagen erfreut sich das kostenlose Trinkwasser großer Beliebtheit. Mit einem Augenzwinkern gab er den Gästen jedoch noch einen praktischen Hinweis mit auf den Weg: Man solle sich besser nicht allzu entspannt an die Anlage lehnen. Diese führe nämlich gelegentlich einen automatischen Spülvorgang durch. Wer im falschen Moment am falschen Ort stehe, könne unvermittelt Bekanntschaft mit einem kräftigen Wasserstrahl machen – und anschließend mit einem überraschend nassen Hinterteil nach Hause gehen. Dieser Hinweis sorgte unter den Gästen für einige Lacher.

Für eine weitere Besonderheit des Nachmittags sorgte Vereinsfotograf Kurt Eberhardt. Während er wie gewohnt das Festgeschehen mit seiner Kamera dokumentierte und zahlreiche Erinnerungsfotos aufnahm, nutzte er die Gelegenheit gleichzeitig für ein Vortreffen seines bevorstehenden Klassentreffens. Mehrere ehemalige Klassenkameraden waren ebenfalls dort, sodass zwischen Erdbeerbowle, Beerenkuchen und Fototerminen alte Geschichten erzählt und Erinnerungen aus der Schulzeit aufgefrischt wurden. Damit bewies Kurt Eberhardt eindrucksvoll, dass sich Vereinsleben und Klassenkameradschaft hervorragend miteinander verbinden lassen.

Ein besonders herzlicher Dank gilt den Stadtwerken Kronberg, die die Veranstaltung in bewährter Weise tatkräftig unterstützt haben. Ob die pünktliche Anlieferung benötigter Materialien, die Bereitstellung von Stromanschlüssen, Kabelbindern und vieler weiterer kleiner und großer Hilfen – die Unterstützung erfolgte unkompliziert, zuverlässig und stets zur richtigen Zeit. Gerade bei Veranstaltungen, die ehrenamtlich organisiert werden, sind solche Partner von unschätzbarem Wert. Viele Dinge, die für die Besucher selbstverständlich erscheinen, funktionieren nur durch die engagierte Zusammenarbeit im Hintergrund. Dafür möchten sich die Verantwortlichen des Vereins Heckstadt Freunde Oberhöchstadts ausdrücklich bedanken.

Als am späten Nachmittag die letzten Kuchenstücke verzehrt waren, zeigte sich einmal mehr, warum das Beerenkuchenfest seit Jahren so beliebt ist: Es bringt Menschen zusammen. Bei Kaffee, Kuchen, Bowle und vielen guten Gesprächen wurde gelacht, erzählt und gemeinsam Zeit verbracht. Die Mischung aus gelebter Tradition, ehrenamtlichem Engagement, guter Zusammenarbeit mit den städtischen Einrichtungen und einer Prise Humor machte den Nachmittag zu einem rundum gelungenen Fest – ganz im Sinne der Heckstädter Gemeinschaft. Das letzte Stück Kuchen war irgendwann verschwunden, die gute Stimmung blieb jedoch noch lange erhalten.

Das Fest war erneut ein schöner Treffpunkt für viele Bürger und zeigte eindrucksvoll das lebendige Miteinander in Oberhöchstadt.

Brigitte Alsheimer, Christoph König und Gabi Holler freuten sich über die neu installierte Beschilderung. Fotos: privat

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