Tragischer Unfall bei Traktorfahrt im Maislabyrinth

Am vergangenen Sonntag kam es zu einem Unfall bei einer Traktorrundfahrt im Maislabyrinth. Aus bisher noch ungeklärter Ursache ist der Anhänger mit 30 Besuchern in einer Kurve in Schräglage gekommen und umgefallen. Nach bisherigem Kenntnisstand gibt es keine ernsthaften schweren Verletzungen, zwei Personen erlitten allerdings einen Schlüsselbeinbruch. Nahezu alle Teilnehmer, darunter 16 Kinder, wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht und entsprechend versorgt.

Die Staatsanwaltschaft wird nun gegen den Fahrer des Traktors ermitteln. Es besteht der Verdacht, dass der 50-jährige Fahrer auf abschüssiger Strecke womöglich zu schnell unterwegs gewesen sei, bevor der mit rund 30 Menschen besetzte Anhänger am Sonntagnachmittag in einer Kurve umkippte, so ein Polizeisprecher. Bei dem Fahrer wurde außerdem ein Bluttest angeordnet. Der landwirtschaftlich genutzte Anhänger, auf dem die Besucher ungesichert auf Strohballen saßen, sei zum Transport der Personen nicht erlaubt gewesen, hieß es.

Die Betreiber, die Brüder Christian und Pascal Fischer, bedauern diesen Vorfall zutiefst: „Wir können nicht in Worte fassen, was uns gerade durch den Kopf geht. Das gesamte Team vom Maislabyrinth Liederbach ist zutiefst bestürzt von diesem tragischen Unfall. Wir waren innerhalb weniger Minuten am Unfallort und der Anblick der geschockten und verletzten Besucher lässt uns nicht los. Niemals hätten wir uns ausmalen können, dass so etwas passieren kann. Zu keiner Zeit war es unsere Absicht, Menschen auch nur annähernd in Gefahr zu bringen. In Kindertagen haben wir des Öfteren solche Fahrten über Land und Wiese unternommen und viel Spaß dabei gehabt. Diesen Spaß wollten wir auch unseren Besuchern vermitteln“, so Christian Fischer.

„Ein einfaches ‚Entschuldigung‘ ist an dieser Stelle sicher nicht ausreichend und spiegelt auch in keiner Weise unser tatsächliches Empfinden zu diesem Unfall wider. Dennoch können wir für den Moment nur versuchen, unser tiefstes Bedauern und Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen. Wir entschuldigen uns in aller Form für diesen tragischen Unfall und wünschen allen Beteiligten eine schnelle Genesung – sowohl körperlich als auch seelisch“, ist auch Pascal Fischer fassungslos angesichts des Unfalls. „Ein besonderer Dank gilt den Rettungskräften, die in großer Zahl und kürzester Zeit vor Ort waren, um die verletzten Teilnehmer zu versorgen und seelischen Beistand zu leisten“, so Christian Fischer auch im Namen des gesamten Teams vom Maislabyrinth Liederbach.

Auch Bürgermeisterin Eva Söllner bedauert den Unfall sehr. Das Maislabyrinth habe sich zu einem sehr beliebten Ausflugsziel in der Region entwickelt, im vergangenen Jahr kamen laut Betreiber 20.000 Besucher nach Liederbach. „Das spricht ja für sich“, so Eva Söllner. „Wir haben mit der Familie Fischer den Betrieb des Maislabyrinths gut geregelt. Die Fahrten liegen natürlich in der Verantwortung des Betreibers. Ich denke, das wird jetzt alles geprüft und dann werden wir weitersehen,“ so die Bürgermeisterin zuversichtlich, die den Verletzten gute Besserung wünscht, allerdings auch vermerkt, dass es in diesem Jahr keine Fahrten mehr geben werde.

Allerdings bleibt das Maislabyrinth wie geplant geöffnet.

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Das Foto entstand zu Beginn der Veranstaltungen.

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