Oberursel (ow). Laut Mitteilung der Stadt wird sie mit der Telekom Deutschland eine Kooperation nach den Maßgaben der „Gigabit-Region FrankfurtRheinMain“ eingehen, um den flächendeckenden Glasfaserausbau im gesamten Stadtgebiet zu beschleunigen. Gemäß der Kooperationsvereinbarung, welcher der Magistrat zugestimmt hat und die jetzt im Gremiengang ist, wird das Unternehmen den Ausbau ab 2024 eigenwirtschaftlich ohne Vorvermarktungsquote und in Partnerschaft mit der Stadt beginnen.
„Die flächendeckende Versorgung Oberursels mit Glasfaser ist unerlässlich“, sagt Bürgermeisterin Antje Runge. „Dieses Infrastrukturprojekt ist eine der größten digitalen Maßnahmen für die Gesamtstadt und der Schlüssel, dass Oberursel sich als Smart City weiterentwickelt.“ Denn Privathaushalte und Unternehmen benötigten immer höhere Internetbandbreiten. Glasfaserkabel ermögliche beim Endkunden problemlos Geschwindigkeiten von 100, 500 oder 1000 Megabit pro Sekunde. Immer mehr Arbeitnehmer arbeiteten ganz oder teilweise im Home-Office, die Teilnahme an Online-Videokonferenzen sei ohne hohe Internet-Bandbreiten nur schwer möglich. Die Digitalisierung habe inzwischen nahezu alle Wirtschaftsbranchen erreicht und sei längst nicht abgeschlossen. „Für die Unternehmensansiedlung sind hohe Internetband-breiten eine absolute Grundvoraussetzung“, erläutert Runge. Oberursel habe mit insgesamt drei Anbietern Gespräche über den Glasfaserausbau geführt. Das überzeugendste Angebot hat laut Runge die Telekom unterbreitet. Ausschlaggebend für die Vereinbarung sei vor allem das Angebot der Telekom, den Ausbau ohne Vorvermarktungsquote durchzuführen. Dies gewährleiste den planvollen Glasfaserausbau nach festem Zeitplan im Gebiet der Stadt sukzessive für alle Stadtteile flächendeckend vom 1. Januar 2024 bis zum Jahr 2028 für über 90 Prozent aller Haushalte. Eine optimale Ausbauplanung in Kooperation mit anderen Versorgungsträgern im Tiefbau und dem BSO sei gewährleistet. Die Reihenfolge des Ausbaus bestimme die Stadt. Aufgrund der vorliegenden Ausbauqualität und des Nachfragedrucks sei angedacht, nacheinander Oberstedten, Weißkirchen, Stierstadt, Bommersheim, Oberursel-Nord und Oberursel-Mitte II (Straßenzüge in der Innenstadt, die durch das sogenannte FTTH-Projekt der Telekom 2013 noch nicht erschlossen wurden) auszubauen. Die Stadt werde den Glasfaserausbau partnerschaftlich unterstützen. Unter anderem werde ein erfahrener Experte zur Projektbegleitung der umfänglichen Baumaßnahmen eingesetzt. Dabei könne auf Experten aus dem Netzwerk der Gigabit Region zurückgegriffen werden.
Nähere Informationen stehen im Internet unter www.oberursel.de/glasfaser.