Oberursel (ow). Jon Fosse, 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund geboren und am Hardangerfjord aufgewachsen, gilt als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller der Gegenwart. 2023 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. In der Begründung der schwedischen Akademie ist von einer Verwandtschaft zu Beckett die Rede. „Wer einmal ein Stück von Samuel Beckett gesehen hat, der erfährt eine Veränderung in seiner Weltanschauung“, so Denis Scheck. Das gelte auch für Jon Fosse.
In dem Text „Morgen und Abend“ erzählt Jon Fosse von den großen Themen – Geburt, Leben und Tod. Die Geschichte, in deren Mittelpunkt ein einfacher norwegischer Fischer steht, dessen Leben hart und erfüllt war, öffnet den Blick auf das, wovon heute kaum noch jemand spricht. Eine kunstvoll rhythmisierte, ganz schlichte Erzählung, die bezaubert und berührt. „Vermutlich hat es in den letzten Jahren kein traurigeres, aber zugleich auch kein fröhlicheres, tröstenderes Buch gegeben über den Morgen des Lebens und den Abend des Todes“ , sagt Elke Heidenreich.
Diesen Text bringt der Schauspieler Christian Wirmer in einem Theatermonolog am Donnerstag, 14. März, um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) in der „Portstrasse“, Hohemarkstraße 18, grandios auf die Bühne. Er erzählt eine Geschichte, und er erzählt sie so gut, dass die Menschen um ihn herum in den Sog des Geschehens geraten und die Worte zu lebendigen Bildern werden.
Karten für die Veranstaltung des Vereins „LiteraTouren.kultur in oberursel“ in Kooperation mit der „Portstrasse“ und gefördert vom Kultur- und Sportförderverein Oberursel (KSfO) sind für 16 Euro in der Buchhandlung Libra, Rathausplatz 7, und an der Abendkasse erhältlich. Weitere Informationen im Internet unter ww.literatouren-oberursel.de.
