Osterkamel statt Osterhase im Opel-Zoo

Trampeltier Chuck, geb. am 29. März, mit Mutter EmilyFoto: Archiv Opel-Zoo

Taunus (kez) – Pünktlich zu den Osterferien wurde im Opel-Zoo nach dem Jungtier bei den Elefanten Kaja (geb. 27. Mai 2025) und den Netzgiraffen Mumbi (geb. 22. Februar 2026) ein weiteres Jungtier bei den Großtieren geboren: Am Sonntag, dem 29. März, brachte das Muttertier Emily ihren männlichen Nachwuchs zur Welt, dem die Tierpfleger den Namen Chuck gaben. Die Geburt verlief problemlos und das Hengstfohlen trinkt gut.

Es ist nun regelmäßig im Vorgehege auf der Außenanlage zu sehen – oftmals noch liegend und schlafend, um Kräfte zu sammeln, häufig aber auch bereits neugierig die Umgebung erkundend, stets gut beschützt von seiner Mutter.

Das Trampeltier war ursprünglich in großen Teilen der asiatischen Steppe verbreitet. Wie auch die Wildform des Dromedars wurden die Trampeltiere bereits vor mehreren Tausend Jahren vom Menschen domestiziert.

So entstanden Haustierrassen, die bis heute als Reit- und Lastentiere, aber auch zur Produktion von Milch, Wolle und Fleisch genutzt werden. Zugleich wurden die domestizierten Rassen von Dromedar und Trampeltier weltweit verbreitet und sind teilweise wieder verwildert. Um die wilden Verwandten steht es leider nicht ganz so gut. Das wilde Dromedar ist vermutlich schon vor über 2.000 Jahren ausgestorben, während die Wildform des Trampeltiers heute mit nur ca. 1.000 lebenden Individuen in China und der Mongolei eine der am stärksten bedrohten großen Säugetierarten ist.

Umfassende Informationen über Kamele im Allgemeinen und die Altweltkamele Dromedar und Trampeltier im Besonderen finden die Zoobesucher auf großen Tafeln an den Gehegen.

Auch die Anpassung an ihre unwirtlichen Lebensräume in Wüsten und Halbwüsten ist auf diesen Tafeln anschaulich dargestellt.



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