Suizidprävention und Suizidassistenz

Main-Taunus (kez) – Die beiden Klinischen Ethikkomitees der varisano Krankenhäuser im Main-Taunus-Kreis und in Frankfurt Höchst laden am Mittwoch, 15. April, von 17 bis 19 Uhr zu einer öffentlichen Fortbildungs- und Informationsveranstaltung zum Thema „Suizidprävention und Suizidassistenz: Ausgewählte Aspekte und Perspektiven“ ein.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch an medizinische Fachkreise. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Veranstaltungsort ist das varisano Krankenhaus Bad Soden.

Im Mittelpunkt steht das Spannungsfeld zwischen dem grundgesetzlich verankerten Recht auf ein selbstbestimmtes Leben – das auch Entscheidungen am Lebensende einschließt – und der gesellschaftlichen Verantwortung zum Schutz vulnerabler Menschen. Insbesondere bei Personen mit psychischen Erkrankungen oder in sozialen Krisensituationen stellt sich die Frage, wie Schutzkonzepte gestaltet werden können, die Suizide, die nicht aus einem freien, klaren Willen begangen werden, verhindern und zugleich die Autonomie des Einzelnen respektieren.

Als Referentin konnte Prof. Dr. Ute Lewitzka, Psychiaterin und Inhaberin der deutschlandweit ersten Professur für Suizidologie und Suizidprävention an der Goethe-Universität Frankfurt, gewonnen werden. Sie beleuchtet aktuelle Entwicklungen, ethische Fragestellungen, Verantwortlichkeiten sowie berufsethische Handlungsspielräume für Mitarbeitende im Gesundheitswesen.

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur offenen Diskussion und zum Austausch mit der Referentin.



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