Bad Homburg (hw). Manchmal genügt ein Blick in ein Atelier, der Geruch von Farbe in der Luft und das leise Kratzen eines Bleistifts auf Papier – und schon wird aus Neugierde echte Begeisterung. Genau dieses Erlebnis bot das Open House der Academy of Fine Art Germany am Samstag, 30. Mai, in Bad Homburg. Rund 140 kunstinteressierte Gäste aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, die Ausbildung zum staatlich geprüften Kunstmaler oder Skulpteur aus nächster Nähe kennenzulernen.
Die Resonanz zeigte eindrucksvoll, dass die Academy längst über die Region hinausstrahlt. So reiste etwa eine Familie aus Berlin an, um gemeinsam den Campus zu erkunden und ihrem Sohn einen persönlichen Eindruck von den Ausbildungsmöglichkeiten zu verschaffen – ein Beispiel für viele Besucherinnen und Besucher, die teils weite Wege auf sich nahmen.
Im Mittelpunkt des Tages standen die Einblicke in die künstlerische Praxis. In offenen Live-Workshops konnten die Gäste selbst aktiv werden und sich in Porträtzeichnen, Skulpturieren und dem Arbeiten nach Stillleben ausprobieren. Wer lieber zusah, erlebte hautnah, wie unter den Händen von Lehrenden und Studierenden aus ersten Skizzen plastische Formen und aus Linien lebendige Gesichter entstanden.
Die direkte Begegnung mit der künstlerischen Arbeit machte den besonderen Charakter der Ausbildung greifbar.
Großen Anklang fand zudem die Studentenausstellung, die Arbeiten aus verschiedenen Ausbildungsstufen präsentierte. Sie zeigte eindrucksvoll, wie sich Talent, Technik und Ausdruck im Laufe der Ausbildung entwickeln. In persönlichen Gesprächen konnten Interessierte darüber hinaus mehr über Studieninhalte, Lehrmethoden und berufliche Perspektiven erfahren.
Ein weiterer Höhepunkt wartete mit einem Blick in die Zukunft: Ab September 2026 erweitert die Academy ihren Standort in Bad Homburg um einen zweiten Campus in der Justus-von-Liebig-Straße. Auf rund 1.500 zusätzlichen Quadratmetern entstehen neue Ateliers, die den Studierenden noch mehr Raum für ihre künstlerische Entfaltung bieten sollen. Geplant ist außerdem ein Studenten-Bistro mit Bar, das nicht nur zur Academy gehört, sondern auch als offener Treffpunkt für die Stadtgesellschaft gedacht ist.
Mit dem erfolgreichen Open House und den angekündigten Erweiterungen setzt die Academy ihren Wachstumskurs konsequent fort – und unterstreicht zugleich ihren Anspruch, ein lebendiger Ort für klassische bildende Kunst und kreative Begegnung zu sein.

