Von Reis bis Rams: Erfindungen Made in Taunus

So stellte man sich im Taunus im Jahr 1904 die Zukunft vor – humoristische Illustration aus dem offiziellen Führer zum Gordon-Bennett-Rennen.

Foto: Kreisarchiv Hochtaunuskreis

Bad Homburg (hw). „Made in Taunus – Erfindungen und Innovation in der Rhein-Main-Taunus-Region“ ist das Thema des diesjährigen Geschichtstags für Taunus und Main am Samstag, 18. April, im Rathaus der Philipp-Reis-Stadt Friedrichsdorf (Hugenottenstraße 55). In sechs Vorträgen spüren Expertinnen und Experten den kreativen Geistern nach, die in den vergangenen zwei Jahrhunderten in der Region gewirkt haben.

Den Auftakt bildet Kay-Hermann Hörster (KulturRegion Frankfurt RheinMain) mit einem Überblick über die Innovationsgeschichte im Taunus. Dem weltberühmten „Braun-Design“ widmet sich Thomas Guttandin. Die Friedrichsdorfer Museumsleiterin Dr. Erika Dittrich stellt Karl Willy Wagner (1883-1953) vor, einen der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, doch überaus einflussreichen Wissenschaftler im Gebiet der Fernmeldetechnik.

Die Kelkheimer Museumspädagogin Dr. Kristin Funke befasst sich mit der Schnittstelle von Design und Handwerk anhand der im 20. Jahrhundert bedeutenden Kelkheimer Möbelindustrie. Schließlich greift Renate Messer (Vortaunus-Museum Oberursel) die spielerische Seite von Innovation auf: Sie spricht über Kinder-Automobile, Seifenkisten und deren fast 125 Jahre alte Renntradition in Oberursel.

Nach dem Begrüßungskaffee beginnt das Vortragsprogramm um 10 Uhr. Das Ende der Veranstaltung ist für gegen 16.15 Uhr geplant. In der Mittagspause gibt es einen Imbiss. Nach dem Programmteil ist die Teilnahme an einer Führung im Philipp-Reis- und Hugenottenmuseum möglich, wo nicht nur an den Telefonpionier Reis erinnert wird, sondern auch an die bedeutenden Zwieback-, Nudel- und Hutindustrien in der Kleinstadt.

„Passend zum World Design Capital-Jahr in der Region Frankfurt RheinMain erinnert der Geschichtstag an die historische Dimension von Gestaltung und Kreativität in unserer Region“, freut sich Landrat Ulrich Krebs.

Der Geschichtstag für Taunus und Main ist ein gemeinsames Format der Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine des Hochtaunuskreises und des Historischen Vereins Rhein-Main-Taunus; die organisatorische Federführung liegt in diesem Jahr beim Hochtaunuskreis.

Alle Geschichtsinteressierten sind zur Teilnahme eingeladen (Kostenbeitrag: 15 Euro). Das ausführliche Programm mit Anmeldeformular gibt es online unter www.hvrmt.de sowie beim Fachbereich Kultur des Hochtaunuskreises, erreichbar per E-Mail an kultur[at]hochtaunuskreis[dot]de und telefonisch unter 06172-999-4614 oder -4611.



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