Bad Homburg (aks). Das Forum für junge Künstler, das der Kulturkreis Taunus-Rhein-Main seit 50 Jahren veranstaltet, unterstützt, unter dem Vorsitz von Axel Knop und Rolf Kohlrausch, junge Ausnahmekünstler und bietet ihnen eine Bühne. Der 25-jährige Cellist Jakob Arndt und der 26-jährige Gitarrist Kolja Gibbs bedurften keiner langen Intro. Das Foyer war gut gefüllt mit Freunden und Fans der beiden Künstler, deren Freundschaft vor 20 Jahren in Bad Homburg begann und die sich als kongeniale musikalische Partner entpuppten.
Ihr Traum sei es immer gewesen, einmal gemeinsam ein Konzert zu bestreiten. Glücklich also, wer für diesen Abend eine Karte ergattert hatte und dem ernsthaften Spiel dieses ungewöhnlichen Duos lauschen durfte. Cello und Gitarre, das klang nach verzauberndem Gesang mit Gitarrenbegleitung, leidenschaftlich und wunderbar aufeinander eingestimmt: Arndt, mehrfacher Stipendiat und internationaler Preisträger, Solist unter anderem im Wiener Konzerthaus und Wiener Musikverein, innig und ernst mit seinem Instrument verschmolzen, und Gibbs, ebenfalls international preisgekrönt und als Solist mit großen Orchestern tätig, brachten eine leichtere, heitere Saite zum Klingen in den Kompositionen von Villa-Lobos, der brasilianische Volksmelodien im polyphonen Stils Bachs verarbeitete, von Manuel de Falla, der sich Anfang des Jahrhunderts von der opulenten Musik des Impressionismus der volkstümlichen spanischen Musik zuwandte, sowie vom Argentinier Piazzolla mit seinen mitreißenden und weltberühmten Tango-Weisen – viele Füße wippten im Takt. Beste Unterhaltung also, bis nach der Pause die herausfordernde Arpeggione Sonate Schuberts folgte, die als Perle im Kammermusikrepertoire gilt, für ein Ins-trument komponiert, das durch die Bratsche oder durch das Cello ersetzt wurde. Auch hier waren durchaus auch volkstümliche Elemente, wie Tanzweisen, Wiegenlieder und sogar einzelne Jodler zu hören.
Als Zugabe bedankten sich Jakob Arndt und Kolja Gibbs für den begeisterten Applaus mit dem Ave Maria von Johann Sebastian Bach. Dieses Werk von immenser Schönheit verband das Duett noch inniger und entwickelte seinen Zauber von Note zu Note zu einem erhabenen Finale.
Als nächster Termin steht ein Klavierabend mit Eunsol Park am Dienstag, 17. März, um 19.30 Uhr auf dem Programm.
Mit rhythmischen Klängen südamerikanischer Komponisten scheinen die jungen Künstler Arndt und Gibbs ganz in ihrem Element und brillieren nach der Pause mit der herausfordernden Arpeggione Sonate von Schubert.Foto: sura
