Bad Homburg (hw). In aufmerksame Gesichter seiner Genossen blickte der Gonzenheimer SPD-Vorsitzende Waldemar Schütze am 22. Mai diesen Jahres auf der ersten Mitgliederversammlung nach der Kommunalwahl. Schütze ließ den Wahlkampf den Neujahrsempfang und weitere Aktionen Revue passieren und kommentierte das Ergebnis: „Die erreichten 12,9 Prozent für den Ortsbeirat sind etwas mehr als die 12,3 Prozent für ganz Bad Homburg, doch unser Anspruch ist auf deutlich mehr gerichtet. Der Gegenwind aus Berlin war leider zu stark“, ärgerte sich Schütze. In der anschließenden Aussprache wurde schnell deutlich, dass sich die Gonzenheimer SPD nicht entmutigen lässt. So werde sie die Entwicklung bei U-Bahn-Ausbau aufmerksam beobachten und drauf achten, dass die Beeinträchtigungen durch Lärm und Verkehr so gering wie möglich gehalten werden. „Wir haben die Themen wie Schleichverkehre und Verkehrsführung an der bisherigen U-Bahnhaltestelle Gonzenheim im Blick. Wenn es soweit ist, werden wir dafür sorgen, dass die Gotenstrasse nicht zum Autobahnzubringer wird“, kündigte der neu gewählte Stellvertretende Ortsvorsteher Dr. Thomas Kreuder (SPD) an. Nachhaken will die SPD auch in Sachen Buslinie 4 (Anfahren der Haltestellen Friedhof und Seedammbad), der Hochwasserschutz und einer Postfiliale im Zen-trum Gonzenheims. „Es geht hierbei im Kern um Barrierefreiheit“, so der frühere Stadtverordnete und SPD-Fraktionschef Jürgen Stamm und forderte: „Wir müssen auch an die Menschen denken, die nicht alles digital machen können und wollen.“ Schütze griff diese Forderung in seinem Schlusswort auf und erinnerte daran, dass die SPD sich seit mehr als 160 Jahren für die Menschen einsetze. „Vieles hat sich verändert, aber nach wie vor kämpfen wir für Teilhabe aller am sozialen Leben, für Ansprache und Erreichbarkeit.“
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