Bad Homburg (hw) - Das historische Juwel soll neues Leben erhalten! Das „Alte Rathaus“ in Ober-Eschbach gilt als das älteste erhaltene Gebäude Bad Homburgs und prägt seit Jahrhunderten das Ortsbild. Doch obwohl seine historische Bedeutung unbestritten ist, fristet das denkmalgeschützte Gebäude seit Jahren ein Schattendasein, da die Nutzungen aus unterschiedlichen Gründen immer weiter zurückgefahren wurden. Das soll sich nun ändern.
Ende Juni trafen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreter des Ortsbeirats sowie Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Alfred Etzrodt, Enzo Spadano (Gebäudemanagement Stadt Bad Homburg) und Gregor Maier (Leiter des Fachbereichs Kultur des Hochtaunuskreises) und diskutierten die Perspektive des „Alten Rathauses“. Hierbei kam sehr deutlich der Wille von allen zum Ausdruck, dieses Projekt endlich auf den Weg zu bringen!
„Für eine Sanierung muss zunächst ein tragfähiges Nutzungskonzept erarbeitet werden, das das Gebäude zu einem lebendigen Mittelpunkt des Stadtteils macht – beispielsweise als Ort für Ausstellungen, Vorträge, kulturelle Veranstaltungen, Vereinsarbeit oder Begegnungen der Bürger“, so der Ortsvorsteher Stephan Zalud. Damit würde das historische Haus wieder zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Lebens Ober-Eschbachs und Bad Homburgs werden.
Damit dieses Nutzungskonzept auf einem breiten Fundament steht, ist es nur konsequent, am 1. September einen „Tag der offenen Tür“ für das „Alte Rathaus“ durchzuführen und für alle Interessierten eine In-Augenscheinnahme zu ermöglichen, damit alle „wissen, von was sie reden“, so der Ortsvorsteher. In der Zeit von 17 bis 19 Uhr werden halbstündige Führungen durch das Gebäude angeboten. Wer daran teilnehmen möchte, meldet sich über ortsvorsteher-ober-eschbach[at]t-online[dot]de mit Angabe des Zeitpunktes der Führung (17, 17.30, 18 oder 18.30 Uhr) an.
Die Beteiligung der Bevölkerung bietet die Chance, ein Konzept zu entwickeln, das von einer breiten Mehrheit getragen wird und den Bedürfnissen des Stadtteils entspricht. So kann dann im nächsten Schritt über die Bürgerbeteiligungsplattform der Stadt Bad Homburg aktiv an den Überlegungen zu einem Nutzungskonzept teilgenommen werden.