Altenhain (sa) – Rund 80 Freiwillige pflanzten am Samstag im Sulzbacher Waldstück „Vautey“ 3.000 neue Bäume. Die Aktion ist Teil der Initiative „Waldzukunft Taunus“, die von der Taunus Sparkasse finanziert wird. Das etwa zehn Hektar große Areal befindet sich im Altenhainer Tal und gehört der Gemeinde Sulzbach. Früher standen dort Fichten, die inzwischen abgestorben oder vom Borkenkäfer befallen sind. Unter Anleitung eines Teams des Vereins „Bergwaldprojekt“ setzten die Helferinnen und Helfer Esskastanien im sonnigen Bereich und Flatterulmen im Schatten.
Zur Pflanzaktion kamen auch die Landräte Michael Cyriax (Main-Taunus-Kreises) und Ulrich Krebs (Hochtaunuskreis). Beide unterstützen das Projekt als Schirmherren. Michael Cyriax betonte zum Auftakt: „Meine Hochachtung, sie sorgen mit ihrer Hände Arbeit für eine bessere Zukunft unserer Natur. So können wir unseren Taunus wieder zum Strahlen bringen.“ Auch Sulzbachs Bürgermeister Elmar Bociek hob das Engagement der Freiwilligen hervor und erklärte, dass das Areal zwar mitten in Bad Soden liege, aber zu Sulzbach gehöre. Sulzbach verfügt insgesamt über rund 160 Hektar Wald. Ein Teil wie der Eichwald liegt im Ort, der Markwald bei Schneidhain auf Königsteiner Gemarkung und eben das Waldstück „Vautey“ im Altenhainer Tal sind weitere Flächen im Besitz der Gemeinde.
Für die nächste Zeit bleibt die neue Fläche eingezäunt, um die jungen Bäumchen vor Wildverbiss zu schützen. Der Verein Bergwaldprojekt stellte Setzlinge, Ausrüstung und Verpflegung bereit. Ohne die Förderung der Taunus Sparkasse, wäre der Einsatz am Samstag aber nicht möglich gewesen. Deren Vorstandsvorsitzender Oliver Klink erklärte: „Ziel der Aktion ist, geschädigte Flächen in den Wäldern mit heimischen Setzlingen wieder zu bewalden, um einen Mischwald zu begründen.“ Die derzeitige Kooperation zwischen Taunus Sparkasse, Main-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis und dem Bergwaldprojekt e.V. ist auf zehn Jahre angelegt.
Försterin Carolin Scheller verwies darauf, dass die Pflanzmaßnahme notwendig sei, weil die natürliche Verjüngung auf diesen Flächen nicht ausreiche und Brombeeren den Nachwuchs behinderten.
Der Verein Bergwaldprojekt organisiert zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Forstamts Königstein regelmäßig solche Einsatzwochen. Neben der Aufforstung spielt dabei die Umweltbildung eine große Rolle. „Die Teilnehmenden lernen bei der gemeinsamen Arbeit nicht nur die enorme Bedeutung von Wäldern für Boden, Wasser, Klima und Biodiversität kennen, sondern entwickeln auch wertschätzende Beziehungen zur Natur“, sagte Peter Naumann, Vorstand Wald- und Umweltpolitik beim Bergwaldprojekt e.V. Diese Erfahrungen stärkten die Motivation für umweltbewusstes Handeln. Bundesweit engagiert sich der Verein seit mehr als 35 Jahren im Wald-, Moor- und Offenlandschutz und bringt allein im Jahr 2026 in mehr als 170 Projektwochen über 5.000 Freiwillige in die Natur. Ziel ist es, die Funktionen der Ökosysteme zu stabilisieren und die Bedeutung der natürlichen Lebensgrundlagen im Bewusstsein zu halten.
