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Der Rathausplatz im Jahr 2025 und wie er in sechs Jahren einmal aussehen soll. Hinter dem Bauzaun hat die Entkernung des Rathauses begonnen. Bis mit dem Bau der neuen Gebäude begonnen wird, vergehen aber wohl noch zwei bis drei Jahre.Foto: Schlosser, Grafik: Stadt Eschborn
Eschborn (MS). „Wir liegen voll auf Track“, verkündete Bürgermeister Adnan Shaikh bei der letzten Sitzung der Stadtverordneten vor der Sommerpause. Der Neubau von Stadthalle und Bücherei sowie der Komplett-Umbau des Rathauses seien bisher „voll im Zeit- und Kostenrahmen“. Sichtbares Zeichen, dass es nun tatsächlich losgeht, ist der weiße Bauzaun, der seit Juli auf dem Rathausplan aufgebaut ist. Der wird dort auch noch eine ganze Weile bleiben, denn bis das Projekt vollständig abgeschlossen ist, wird es nach den aktuellen Planungen Mitte 2031 werden.
135 Millionen Euro will die Stadt in den nächsten Jahren rund um den Rathausplatz „verbauen“ und Adnan Shaikh verbreitet Optimismus, dass es dabei bleibt. Allerdings ist der Weg noch weit. Schließlich ist zurzeit noch nicht einmal die Entwurfsplanung abgeschlossen. Frank Brunner vom Planungsbüro BMP, der das Projekt steuert, berichtete in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses, dass dieser erste konkrete Planungsschritt im November abgeschlossen sein soll und dann die Kosten genauer bestimmt werden können.
Die gewünschten Grundrisse und die Raumaufteilung für die drei Gebäude von Stadthalle, Rathaus und Stadtbücherei sind mittlerweile festgelegt und die entsprechenden Pläne wurden als Bauvoranfrage beim Main-Taunus-Kreis eingereicht. Frank Brunner hatte im Bauausschuss angekündigt, dass er bis Juli mit einer Rückmeldung aus Hofheim rechne. Bisher ist darüber aber noch nichts bekannt geworden. Liegt das „OK“ vom Main-Taunus-Kreis vor, folgen die Genehmigungs- und die Ausführungsplanung, so dass spätestens Mitte 2027 endgültig feststeht, wie die Gebäude bis ins letzte Detail aussehen werden und wie und wann die Planung in die Realität umgesetzt wird.
Gleichwohl beginnen schon jetzt die ersten Arbeiten. Die Stadt hat bereits Aufträge mit einem Volumen von rund 27 Millionen Euro vergeben. Denn bis Neues entstehen kann, muss erst einmal viel Altes beseitigt werden. So wird zunächst das Rathaus vollständig entkernt, was alleine bis Mitte 2026 dauert. Danach werden Nebengebäude wie die alte Stadtwaage, das Trafohäuschen an der Unterortstraße und der Dienstleistungs-Anbau in Richtung der Straße „Am Stadtpfad“ abgerissen. Im Jahr 2027 folgen dann der Abriss der Stadthalle und eines Teils des Rathauses. Und erst danach beginnt der Neubau, der dann in sechs Jahren abgeschlossen sein soll. Rundherum müssen noch eine neue Tiefgaragenausfahrt gebaut und jede Menge neue Kanäle und Leitungen verlegt werden.
Entkernung hat begonnen
Das ist bereits jetzt zu sehen. In der Straße „Am Stadtpfad“ ist die Verlegung eines Kanals für das Bauprojekt schon in vollem Gange. Der erste große Schacht wird zurzeit eingebaut. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Mitte September an. Nach dem Umzug der Verwaltung in die Ludwig-Erhard-Straße hat das mit der Entkernung beauftragte Unternehmen mit der Arbeit begonnen.
Der Rathausplatz ist aber bis auf Weiteres begehbar. Auch wenn jetzt ein Bauzaun vor dem Rathaus-Komplex steht, wird der Wochenmarkt wie gewohnt mittwochs frisches Obst und Gemüse, Fleisch, Brot und andere Waren anbieten. Und auch der Flohmarkt findet weiter auf dem Rathausplatz statt, das nächste Mal am Samstag, 16. August.
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