Glashütten (as) – Die traditionsreiche Glashüttener Kerb wird jedes Jahr ein bisschen größer. Auch im dritten Jahr nach dem Comeback hat sich der Kerbeverein Glashütten für das Pfingstwochenende (22.–24. Mai) einige Neuerungen einfallen lassen, die das Kerbeerlebnis noch schöner für Jung und Alt und vor allem noch authentischer für Kerbegesellschaften machen soll.
Das Zelt wird noch einmal um eine „Ecke“ größer. Und zwar wandert die Theke in einem erweiterten Bereich an der Seite, wodurch jetzt eine richtige „Getränke- und Essensmeile“ – wie sich Julian Eichhorn, der Schriftführer des Kerbevereins ausdrückt – entsteht. Erstmals auf der Kerb wird Wein angeboten, vor allem aber die Speisenauswahl wird mit Gyros aus der Gusspfanne, Wiener und Rindswurst aus dem heißen Wasser, Brezeln und Rohessern eine deutliche Erweiterung erfahren. Auch die Sanitäranlagen werden an anderer Stelle stehen, nicht mehr direkt am Eingang zum Gelände. Der Zugang zum Zelt und den Toiletten werde weiterhin barrierefrei sein.
Auch bei den Schaustellern gibt es einige Veränderungen: Hier hätten sich einige über die schwierige Zufahrt in der engen Straße „Am Brünnchen“ beschwert, wohl aber nicht an den Umsätzen. Süßigkeiten, Crêpes, Fadenziehen und einiges mehr wird geboten, die riesige Hüpfburg der Kreisjugendfeuerwehr wird ebenfalls wieder auf dem Sportfeld des SC Glashütten stehen.
Die größte Neuerung betrifft aber das Programm am Samstagabend. Zum Kerbetanz mit der Partyband „Was’n?“ wird erstmals ein Wettbewerb „Metermeister Kerb Glashütten 2026“ veranstaltet. Gruppen ab fünf Personen sollen die Möglichkeit haben, damit an einem Trinkwettbewerb teilzunehmen. Der Vorstand des Kerbevereins möchte damit noch mehr Kerbegesellschaften ins Zelt locken. Der Zwischenstand, wer nach Bestellungen vorne liegt, soll per Beamer angezeigt werden, am Ende erwartet die drei besten bzw. trinkfreudigsten Gruppen Pokale und – noch geheime – Preise.
Wichtig ist den Machern der Kerb auch zu betonen, dass der Kerbetanz von dem Neben-Event „unberührt und ungestört“ bleibt. Der Samstag ist der Abend der Kerbgesellschaften, auch Eichhorn freute sich auf Kerbeschreie aus anderen Dörfern und darauf, Freundschaften überörtlich zu fördern. Dann werden auch die eigenen Kerbeborsch und -mädels gefordert sein, insgesamt zehn mit den Zwillingen Frederik und Julius Scheib an der Spitze, die sich das Amt des Schlagges teilen. Der Eintritt kostet im Übrigen 12 Euro, 10 im Vorverkauf, den es wieder bei „Blütenzauber“ und im Bürgerservice der Gemeinde zu den Öffnungszeiten sowie im Internet bei Snapticket (QR-Code) gibt).
Auftakt mit Après-Ski-Party
Das übrige Programm gleicht dem des Vorjahrs. Am Freitag, 22. Mai, eröffnet DJ Daniel Fischer um 19 Uhr mit der Après-Ski-Party die Kerb, auch hierfür gibt es Tickets im Vorverkauf (12 Euro, an der Kasse 14 Euro). Nach einem sicher langen Abend geht es am Samstag erst um 15 Uhr weiter mit dem Kerbebaumstellen, ehe sich um 19 Uhr der Kerbetanz anschließt. Im Übrigen ist an den beiden Abenden gemäß Sicherheitskonzept auch eine Security auf dem Kerbeplatz. „Wir hatten im letzten Jahr nicht eine Ausschreitung“, sagt Eichhorn, der natürlich auch so manche diesbezügliche Polizeimeldung aus Nachbarorten kennt.
Der Pfingstsonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Kerbegottesdienst im Festzelt, bevor ab 11 Uhr zum Frühschoppen die Grävenwiesbacher Musikanten live spielen. Kaffee und Kuchen, Spiel und Spaß für Kinder gibt es natürlich an beiden Tagen.
Los geht es mit den Kerbevorbereitungen bereits am kommenden Samstag, also sechs Tage vor dem Auftakt, mit dem Zeltstellen. Der Kerberverein, der binnen zweieinhalb Jahren auf 151 Mitglieder gewachsen ist, hat sich bei der Jahreshauptversammlung Anfang des Jahres selbst einen Kerbeausschuss gegeben, in dem die einzelnen Aufgaben auf insgesamt mehr Schultern verteilt werden als noch in den vergangen Jahren. Scheint also alles zu laufen für die Kerb in Glashütten. Jetzt muss nur noch das – zuletzt manchmal launische – Pfingstwetter mitspielen.

