Schloßborn (kw) – Ein Teich im Revier Schloßborn bekommt in den kommenden Wochen eine gründliche Kur. Das vom Forstamt Königstein beauftragte Unternehmen wird den beschädigten Damm des Gewässers reparieren und damit einen wichtigen Lebensraum im Wald erhalten. Denn solche kleinen Feuchtbiotope sind weit mehr als nur Wasserstellen: Sie bieten Amphibien wie Fröschen und Molchen geeignete Lebensräume und dienen zugleich zahlreichen Wildtieren als Wasserquelle.
Gerade die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig solche Rückzugsorte im Wald sein können. Im Rahmen des Lokalen Naturschutzkonzeptes will das Forstamt Königstein deshalb in den kommenden Jahren weitere dieser Biotope sanieren, erhalten und ökologisch aufwerten.
Erst wird das Wasser abgelassen
Die Arbeiten am Schloßborner Teich erfolgen in mehreren Schritten. Zunächst wird das Wasser über den sogenannten Mönch, die Vorrichtung zur Regulierung des Wasserstands, abgelassen. Bevor es so weit ist, werden die Fische aus dem Teich genommen und in ein anderes Gewässer umgesetzt.
Anschließend ist der Damm an der Reihe. Aus ihm sind bereits mehrere große Steine herausgebrochen, sodass eine Reparatur notwendig geworden ist. Ein beauftragtes Unternehmen wird den Damm mit Wasserbausteinen aus Muschelkalk wieder stabilisieren. Gleichzeitig wird auch der Mönch instand gesetzt. Diese Arbeiten übernimmt Forstwirtschaftsmeister Ludwig Kappert gemeinsam mit den beiden Freiwilligen im Ökologischen Jahr des Forstamtes.
Der Winter hilft bei der Sanierung
Über den Winter bleibt der Teich anschließend trocken. Dieses sogenannte „Wintern“ hat einen praktischen und ökologischen Nutzen: Der Schlamm, der im Laufe der Zeit zur Verlandung des Gewässers geführt hat, kann austrocknen und verliert dadurch an Volumen. Das erleichtert im kommenden Jahr seine Entnahme. Wenn ein Teil des Schlammes ausgebaggert ist, kann der Teich wieder mit Wasser gefüllt werden. Dann soll er erneut als Feuchtbiotop und Wasserquelle für Amphibien und Wildtiere zur Verfügung stehen – und damit seine wichtige Funktion im Schloßborner Wald wieder erfüllen.