Sechzig Jahre Kelkheimer Amtsblatt

Das Amtsblatt der Stadt Kelkheim sei wohl das meist gelesene Medium in Kelkheim, meinte Bürgermeister Albrecht Kündiger, als er in die Taunus-Druckerei im Gewerbegebiet Münster gekommen war, um zum Jubiläum zu gratulieren. Hier wird das Amtsblatt heute hergestellt – früher in der Druckerei Pabst – und der Satz von Kündiger, man solle ihm bei der Kelkheimer Zeitung die Bemerkung über das am meisten gelesene Medium in Kelkheim nicht übel nehmen, wurde von den zahlreichen Gästen mit Beifall quittiert. Man kann sich natürlich über die Auflagen-Zahlen in Kelkheim unterhalten und sich darüber Gedanken machen: Die Zeitung, in der dieser Bericht erscheint, dürfte wohl das Medium sein, das ganz knapp hinter dem Amtsblatt liegt.

Auch an der Zahl der Leser gemessen.

Bleibt nun über das Erfolgserlebnis „Amtsblatt“ zu berichten. Das wurde auch durch die drei Damen Christine Michel (Mitte), Stefanie Kilp (rechts) und Corinna Michel unterstrichen, die an einem Stand der Stadt Auskunft gaben und ein Glücksrad bewachten mit dem man das eine oder andere gewinnen konnte. Bei ihnen war auch der Fragebogen abzugeben, in dem knifflige Fragen zur Geschichte des Amtsblattes zu beantworten waren.

Für viele, die an diesem Tage gekommen waren, war es der erste Besuch einer Druckerei und die Einführung in eine Industrie, für die der Mainzer Gutenberg die Grundlagen legte.

Und zusammen mit Alexander Bommersheim, Verleger und Druckerei-Besitzer, schnitt Kündiger die Festtagstorte an, um sich dann in der Druckereihalle ausgiebig umzusehen. Hier informierte Druckereileiter Rainer Stein die Gäste und als die Druckmaschine anlief mit der Extraausgabe des Amtsblattes und der großen Sechzig, farbig gedruckt, wie auch das Wappen, flachste Kündiger: „Grün wäre mir lieber gewesen.“

Der Bürgermeister zeigte sich bei diesem Rundgang ausgesprochen beeindruckt von diesem modernen Betrieb, der in gewisser Weise gegen den Strom im Druckereigewerbe schwimmt, wo mehr und mehr Betriebe die Flagge streichen, hier aber ein Zeichen gesetzt wird, was man mit einer engagierten Mannschaft schaffen kann.

Die Produkte des Hauses sprechen für sich, meinten Besucher vom Fach, die zusammen mit Alexander Bommersheim und den Mitarbeitern durch das Haus gingen.

Durchaus ein gutes Beiwerk: Die gegrillten Steaks, die Bratwurst, der selbst gemachte Kartoffel- und Nudelsalat wie auch der vorzügliche Kuchen.

Das Wappen der Stadt Kelkheim, das Kündiger als Gastgeschenk mitgebracht hatte, wird, so versicherte es Rainer Stein, einen gut sichtbaren Platz finden.

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