Kelkheim (ju) – Der stellvertretende Vorsitzende der CDU Kelkheim, Dominique Reinhardt, hat beim Main-Taunus-Kreis eine formelle Aufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Albrecht Kündiger eingereicht.
Auslöser ist eine öffentliche Sitzung des Ausschusses für „Planen, Bauen …“ am 13. Januar 2026 mit anschließender Haushaltsberatung. Nach Darstellung Reinhardts habe der Bürgermeister während der Sitzung auf seinem Handy ein Fußballspiel verfolgt und Zwischenstände in den Raum gerufen. Er bittet die Kommunalaufsicht zu prüfen, ob darin ein dienstrechtlich relevantes Fehlverhalten zu sehen ist.
Bürgermeister Kündiger weist die Vorwürfe zurück und stellt klar, dass die Sitzung ordnungsgemäß und regulär verlaufen sei. Die Beratung habe in keiner Weise gelitten, die Abläufe seien korrekt gewesen – das werde er auch künftig jederzeit garantieren. In längeren Sitzungen komme es vor, dass mit einer kurzen Bemerkung oder einem Scherz für Auflockerung gesorgt werde. Es sei zudem nicht ungewöhnlich, dass am Rande auch andere Themen kurz angesprochen würden. Weder während der Sitzung, noch im Anschluss, habe es Beschwerden gegeben.
Nach Aussage des Pressesprechers des Main-Taunus-Kreises, Dr. Johannes Latsch, sei die Beschwerde beim Landrat als Kommunalaufsicht eingegangen. Bürgermeister Kündiger würde zunächst um Stellungnahme gebeten. Danach werde die Angelegenheit von der Kommunalaufsicht geprüft.