„Spangen“ – wohl Schnee von gestern

Kelkheims Verkehrsprobleme – sie werden wohl auch in den nächsten (vielen) Jahren die Kommunalpolitiker der Stadt beschäftigen. Gegenwärtig gibt es zwei Hauptthemen, über die gessprochen wird. Die „Spangen“, nämlich die Fischbachspange und die Gagernspange. Man braucht wohl kein Prophet zu sein, um voraus zu sagen: In der jetzigen Form der Diskussionen: ist das Schnee von gestern. Zuletzt aktiv aufgegriffen hat die UKW die „Fischbachspange“. Am Tag des Dammjubiläums – 40 Jahre – traf sich die Fraktion im Liederbachtal am B8-Gedenkstein, um von dort die vorgeschlagenen Trassen der „Fischbachspange“ abzuwandern, um sich ein Urteil zu bilden. Mit dabei auch Horst Schmidt-Böcking (SPD), neben der FDP ein energischer Verfechter dieser Spange. Sein wichtigstes Argument: Tonnenweise blasen die Autos im Stadtgebiet CO2 in die Straßen, schädlich für die Anwohner. Der Tenor der Fraktionsmitglieder: Die unberührte Natur darf nicht zerstört werden, weder durch einen Brückenbau, noch durch einen Tunnel, von dem die Rede war, einfach, weil viel zu teuer. Von dieser Fraktion wird also ein klares Nein kommen. Sollte es dennoch im Stadtparlament zu einen positiven Beschluss kommen, vor allem, nachdem 100.000 Euro auf Wunsch der FDP in eine Machbarkeitstudie investiert wurden, wird sich noch die ganz große Hürde durch die übergeordneten Naturschutzbehörden auftun. Das könnte eine Fehlprophezeiung sein, aber... Die Bilder zeigen oben Maximilian Alter beim Erläutern der Wanderung, links zusammen mit Doris Salmon beim Kartenlesen und schließlich unten die abmarschbereite Fraktion.

Für den Moment aber weitaus wichtiger ist die Entscheidung des Bürgermeisters, dem Stadtparlament zu empfehlen, die Gagernspange in der jetzigen Form als ein Projekt der Vergangenheit zu betrachten. Im Grunde genommen folgt Kündiger den Argumenten, dass eine Gagernspange nur weiteren Verkehrs aus dem Taunus nach Kelkheim, auf den Gagernring und auf die B8 ziehen wird.

Die Spange war auch als Voraussetzung für den Bau eines zentralen Feuerwehrgebäudes am Hühnerberg angesehen worden. Hinzu kam, dass sich in diesem Bereich das Gebiet Hornau West befindet, in der Planung für den Bau zahlreicher Wohnungen. Nur, die Bahnlinie liegt zwischen dem Einsatzgebieten in Hornau und die Bewohner einer neuen Siedlung müssten auch Gelegenheit bekommen, ihre Häuser per Auto zu verlassen. Vorgesehen war da ohnehin im Gagernring eine „Öffnung“. Die könnte mit einer Unterführung der Kleinbahn ermöglicht werden, die Zufahrt nach Fischbach mit einer kleineren Straße, nicht mir einer großen Straße, die nicht zur Spange taugen könnte. Am Bau des Feuerwehrhauses wird festgehalten, so der Bürgermeister.

Der Magistrat hat bereits zugestimmt, von den Parteien seien positive Signale gekommen. Diskutiert wurde das Thema am Montag mit den Feuerwehren und Kommunalpolitikern.

Der Bürgermeister sagte, dass die Diskussion sehr fruchtbar gewesen sei, Informationen folgen.

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