Fischbach/Zeilsheim (iba) – Die Deutschen 1996 hatten Dieter Eilts, Real Madrid 1998 Fernando Redondo, Italien 2006 hatte Gennaro Gattuso und die Eintracht hatte beim Europaleague-Sieg 2022 Sebastian Rode mit Turban: Die defensiven Mittelfeldspieler stehen nie so sehr im medialen Fokus wie die Stürmer, aber jeder erfolgreiche Trainer und jeder strahlende Torschütze braucht diese Abräumer vor dem eigenen Sechszehner. Günther Netzer hatte Hacki Wimmer – Fischbachs Wayne „Mr. Kane“ Schaefer hat Arne Baumunk und Onur Mesvat.
Im Vergleich zur Vorwoche Papesch und Graf raus, dafür Thimon Keller und Canton rein, zudem der wiedergenesene Allrounder Thamm auf der Bank; Trainer Henkel konnte seinen breit gefächerten Kader so umbauen, dass möglichst wenig Torgefahr entstand, weil er mit Baumunk (sonst oft in der Innenverteidigung aufgeboten) und Kapitän Mesvat gleich zwei PS-starke „Saugroboter“ vor der eigenen Abwehr aufbieten konnte.
Schaefer mit dem 0:1 (5.), Belcu mit dem 0:2 (6.), wer zu lange nach einem Parkplatz suchte, hatte schon etwas verpasst. Offei verkürzte zwar auf 1:2 (23.), aber Peters mit seinem 1:3 (43.) und Schaefer mit seinem zweiten Treffer zum 1:4 (44., sein 25. Saisontor!) machten noch vor der Pause alles klar. Viel Leerlauf im zweiten Durchgang, was auch daran lag, das eben Baumunk und Mesvat fast alles aus dem Weg räumten, was da an Offensivbemühungen auf das Fischbacher Tor kam. Außer Marius Zenker zum 1:5 (82.) traf im zweiten Durchgang niemand mehr – allerdings war es ein Auswärtssieg mit fadem Beigeschmack, in der letzten Minute verletzte sich Abwehrspieler Adrian Keller schwer.
Mit Sicherheit muss Benjamin Henkel seine Defensive nächste Woche schon wieder umbauen – und Baumunk staubsaugt dann vermutlich wieder in der Innenverteidigung.









