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17 Königsteiner Kinder sammeln erneut Rekordsumme

Die Schüler – hier mit Rudolf Starck (Geschäftsführer des Familienzentrums des Vereins „Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt“) und Lehrerin Friderike Müller – sammelten eine unglaublich hohe Summe für kranke Kinder.

Falkenstein – „Das ist eine der größten Summen, die jemals von Kindern für unseren Verein gesammelt wurde“, so der überraschte und überglückliche Geschäftsführer des Familienzentrums des Vereins „Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt“, Rudolf Starck. Die bahnbrechende Idee einer Königsteiner Lehrerin sollte Schule machen. Das Motto lautete „Ich lerne für krebskranke Kinder“. Die Methode ist einfach. Die 17 Schüler der Klasse 4b der Grundschule Falkenstein schrieben zum Jahresabschluss eine Klassenarbeit, in der die anspruchsvollen Fächer Mathematik, Sachkunde und deutsche Grammatik getestet wurden. Insgesamt konnte ein Maximum von 50 Punkten erreicht werden.

Die Schüler suchten zuvor aus ihrem Verwandtenkreis und ihrer Nachbarschaft Sponsoren, die mit einem frei wählbaren Betrag x pro erreichten Punkt die Leistung des Kindes unterstützten. Der von jedem Sponsor zu zahlende Endbetrag errechnete sich aus der in der schriftlichen Arbeit erreichten Gesamtpunktzahl multipliziert mit dem Sponsoringbeitrag x.

Voller Motivation machten sich die Kinder auf die Suche nach Sponsoren. „Ich war erstaunt, wie viele Sponsoren die Kinder innerhalb kürzester Zeit fanden. Jedes Sponsoringheft bot Platz für neun Sponsoren. Schon bald forderten die ersten Schüler weitere Sponsoringhefte. Mit viel Ehrgeiz bereiteten sich die Kinder auf die Abschlussarbeit vor“, so Friderike Müller, Klassenlehrerin und Erfinderin dieser kreativen Mischung aus Motivation und Charity. Die Kinder waren zusätzlich dadurch motiviert, dass die Sponsoren auf sie gesetzt hatten, dass an sie geglaubt wurde.

Die Arbeit war ein voller Erfolg. Alle Ergebnisse lagen im oberen Drittel der zu erreichenden Punkte. Entsprechend groß war die Freude, als es um das Einsammeln der Sponsorbeiträge ging. Am 23. Juli überreichte eine siebenköpfige Schülerdelegation die unglaubliche Summe von 5.377,55 Euro an Rudolf Starckin der Komturstraße 3 in Frankfurt, nahe des Universitätsklinikums. Via Losverfahren wurde um die begehrten Plätze gekämpft, denn alle Schülerinnen und Schüler konnten es kaum erwarten, ihre Spenden den Kindern zu übergeben und das Familienzentrum, von dem sie so viel gehört hatten, persönlich zu besuchen. „Es ist unglaublich, dass wir nach 5.700 Euro vor 10 Jahren im Jahr 2004 nun erneut mehr als 5.000 Euro gesammelt haben, und das mit nur 17 Kindern“, so die engagierte Lehrerin.

Im Anschluss an die Spendenübergabe bekamen die Viertklässler eine Führung durch das Familienzentrum. Dabei wurden Fragen der neugierigen Schüler beantwortet. Die Viertklässler erfuhren, wie „normal“ krebskranke Kinder leben und spielen können.

Bereits nach dem Bekanntwerden des Spen-denergebnisses kam es zu zahlreichen Aussagen der beeindruckten Neun- bis Zehnjährigen aus der Falkensteiner Grundschule. „Mir ist das Projekt wichtig, weil wir Geld sammeln, damit krebskranke Kinder gesund werden können. Sie können schöne Sachen damit machen. Es sind ja auch Kinder, die gerne lachen!“, meinte Christopher. Für Jasper bedeutet das Projekt „Leben – ich kann helfen, dass diese Kinder leben.“ Magdalena hat wiederum bei diesem Projekt mitgewirkt, weil es krebskranken Kindern wirklich hilft. Jakob sagt: „Es ist ein guter Zweck, für den sich der Einsatz gelohnt hat.“ Letztendlich bleibt die Feststellung, dass bei so viel Motivation zum Büffeln die nächste Pisa-Studie ruhig kommen kann.

Der Verein für krebskranke Kinder Frankfurt e.V. wurde 1983 von betroffenen Eltern gegründet. Ziel der Organisation ist es, krebskranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie deren Familien die lange und schwere Zeit der Erkrankung zu erleichtern und damit die Hoffnung auf ein gesundes Leben zu stärken. Der ausschließlich aus privaten Mitteln finanzierte Verein unterstützt diesbezüglich eine Vielzahl konkreter Hilfen für betroffene Kinder und Eltern. Dazu gehören zum Beispiel die Übernahme eines Großteils der Kosten der Kinderkrebsstation des Uni-Klinikums in Frankfurt, die Unterstützung des größten europäischen Forschungsinstituts für Kinderkrebs sowie zahlreiche weitere Maßnahmen, um die Sterblichkeitswahrscheinlichkeit von an Krebs erkrankten Kindern zu senken.

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