Birgit Becker erhält den WBWBB“-Orden

Die neue Ordensträgerin hält ihre Dankesansprache
Foto: Plaschis/Scholl

Königstein (gs) – Es gibt in Königstein fast kein besser gehütetes Geheimnis, als den Namen des Glücklichen, der im Rahmen der alljährlichen Kampagneneröffnung des Königsteiner Narrenclub 1971/79 e.V. „Die Plasterschisser“ mit dem „WoogBachWasserBaaBambeler – Orden“ (kurz „WBWBBO“) ausgezeichnet wird.

Diesen (unaussprechlichen) Orden verleiht der Verein seit 2002 an Königsteiner, die sich um das Vereinsleben der Stadt besonders verdient gemacht haben. „Bereits seit der ersten Sitzung des neu gewählten Vorstandes im April dieses Jahres stand fest, wer den Orden dieses Mal erhalten würde“, erklärte Daniel Georgi, Erster Vorsitzender der „Plaschis“. Einstimmig sei im Frühjahr die Wahl auf Birgit Becker gefallen, die sich diese Auszeichnung durch ihr langjähriges Engagement im Burgverein und ihr beständiges Wirken im Stadtparlament mehr als verdient habe.

Seit Jahren steht sie als Erste Vorsitzende dem Burgverein vor und ist somit maßgeblich daran beteiligt, den Königsteinern alljährlich ein wunderschönes Stadtfest zu schenken und liebgewonnene Traditionen, wie den Festumzug, fortzuführen. Wie viel Einsatz die Organisation eines solchen Festes fordere, könnten wohl nur die ermessen, die selbst aktiv daran beteiligt seien, so Georgi. Dass Birgit Becker auch ein Herz für den Königsteiner Karneval hat, darauf lässt ihre alljährliche Teilnahme an der Sitzung des Narrenclubs schließen. Mit den Füßen im Woogtalwasser, ein Bild des Woogtalweihers im Hintergrund, konnte man Birgit Becker das Wechselbad ihrer Gefühle buchstäblich ansehen.

Aus heiterem Himmel

Die Nominierung traf sie, so Becker, aus „heiterem Himmel“ durch einen orange-glänzenden Umschlag, der sie vor einigen Wochen erreichte und dessen Inhalt sie zunächst überrascht und ungläubig zur Kenntnis nahm, der sie aber auch mit Stolz und großer Freude erfüllte. In ihrer Dankesrede ließ Birgit Becker die Anwesenden wissen, dass es ihr fast „peinlich“ sei, derart im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen und für ihr Engagement in Königstein von einem Verein geehrt zu werden, der selbst unglaublich viel „auf die Beine stellt“ und der eine sehr erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit leistet, was man schon alleine an der Vielzahl von aktiven Tanzgruppen jeder Altersklasse sehen könne. Die Freude über diese besondere Ehre der Ordensverleihung merkte man ihr deutlich an und der Verein hatte nun die 15. Ordensträgerin in seinen Reihen, als Kurt Nachtsheim den traditionellen „Schwur auf die Fassenacht“ hielt und somit die Kampagne 2018/2019 mit einem Gläschen Sekt und viel Konfetti eröffnete.

Neues

Die Saison startete „traditionell mit etwas Neuem“ und fand erstmalig in größerem Umfang und mit einem bunten Programm im Haus der Begegnung (HdB) statt. Das neue Konzept mit einer Mischung aus launigen Reden, fetziger Musik und energiegeladenen Tanzeinlagen ließ keine karnevalistischen Wünsche offen und war so gut besucht, dass eilig noch ein paar Tische aufgestellt werden mussten, damit auch alle Gäste ein Plätzchen fanden. Darüber hinaus gab es noch viele verdiente Mitglieder zu ehren, was in den letzten Jahren leider immer etwas zu kurz gekommen war. So waren es 37 Orden, die an diesem Abend an langjährige Vereinsmitglieder und Aktive verliehen wurden. Die jüngste Ordensträgerin war erst 13 Jahre alt und erhielt den neu ins Leben gerufenen Jugendverdienstorden für ihre bereits sechsjährige Vereinszugehörigkeit und die Tatsache, dass sie in diesen jungen Jahren bereits ein Amt als Tanztrainerin innehat. Verliehen wurde ihr diese Auszeichnung unter anderem durch Steffen Schmidt von der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval (IGMK). Die Feierlaune der Königsteiner war auch außerhalb des HdB weithin hörbar und lässt auf eine ebenso stimmungsvolle Kampagne in den nächsten Monaten hoffen.

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