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Seit zehn Jahren bärenstarke Ferienfreizeiten der Carls Stiftung

Hoch motiviert kamen die Kinder aus der „bärenstarken“ Ferienfreizeit der Carls Stiftung aus Breisach zurück.

Königstein – Zehn Jahre schon fördert die Carls Stiftung eine ganz besondere Gruppe von Kindern. Eines haben alle gemeinsam: Sie leben mit einem behinderten oder chronisch schwer erkrankten Geschwistern und versuchen, ihren Alltag zu meistern. Das klingt oft einfacher, als es in Wahrheit ist; obliegt den gesunden Geschwistern doch oft eine besondere Rolle in der Betreuung, Versorgung und Organisation.

Ganz besonders viel zurückstecken müssen sie, weil „mal wieder“ ihre Schwester oder ihr Bruder die ganze Aufmerksamkeit der Familie brauchen. Dabei einmal Ruhe und Frieden für sich selbst zu finden ist meist unmöglich. Bereits 2007 erkannte Ursula Carls hier einen Handlungsbedarf und beschloss spontan, gemeinsam mit dem Vorstand ihrer Stiftung und dem Stiftungsmanager Jörg Christmann ein Projekt für die „gesunden“ Geschwisterkinder zu entwickeln – eine „bärenstarke“ Sache, wie letztlich das Projekt auch genannt wurde.

Bis zu 25 Kinder fahren gemeinsam in die Ferien, tauschen sich aus, genießen Freiraum und erleben Highlights wie Klettergarten, Theaterworkshops, Clown, Physiker, Zauberer, Floßfahrten, Schnitzeljagden und vieles vieles mehr. Zwei Wochen übernimmt die Carls Stiftung die kompletten Kosten mit Übernachtung, Betreuung, Busfahrt und besagten besonderen Highlights. Immerhin über 30.000 Euro kostet eine solche Freizeit.

Im zehnten Jahr des Bestehens von Bärenstark nun ging es nach Breisach im Breisgau in eine Jugendherberge direkt an den Rhein. Ein buntes Programm erwartete die Kinder wieder und die Möglichkeit, einmal von zu Hause loszulassen. Die Entwicklung in diesen 14 besonderen Tagen ist enorm, berichten die Eltern. Teilweise ganz ausgewechselt und hoch motiviert kommen die Kinder zurück mit neuen Freundschaften mit anderen Kindern im Gepäck, die die Lebenssituation ja selbst gut kennen. In diesem Jahr ist sogar ein Betreuer dabei, der bei den ersten beiden Freizeiten als Teilnehmer mitgefahren war. Damit wird dem Wunsch von Ulrike Söffing, Tochter der Stifterin, die das Projekt von Anfang an mitkoordinierte, Rechnung getragen – irgendwann sollen die Kinder ihre Erfahrungen an andere Kinder weitergeben können. Eine bärenstarke Sache, gerade da auch in diesem Jahr das 20. Jubiläum der Stiftung im Januar gefeiert wurde (wir berichteten in Ausgabe 1).

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