Falkenstein (as) – Wie geht es weiter mit dem Bürgerhaus in Falkenstein? Neubau, Sanierung oder Ertüchtigung, und in welchen Umfang – mit oder ohne Restaurant? Noch ist alles offen – der beschränkende Faktor sind die aktuell auf dem Tisch liegenden Kosten von 15 Millionen Euro, bei denen noch nicht mal die exakten Planunkosten für alle Leistungsphasen von 1 bis 3 eingeflossen waren, sondern nur vorläufige auf Basis des Beschlusses von 2024 zugunsten eines Neubaus. Nachdem sich die politischen Gremien schon in der vergangenen Runde mit der Magistratsvorlage, einen Neubau ohne Restaurant zu planen, etwas „überrollt“ gefühlt hatten, ist das Thema auch nicht Gegenstand der laufenden Gremienrunde. Die politischen Fraktionen sollen sich noch die Zeit nehmen, in sich gehen, um sich intern einer Entscheidungsfindung anzunähern. Das berichtete der Falkensteiner Ortsvorsteher Walter Schäfer (CDU) von der aktuellen Sitzung des Ortsbeirats am vergangenen Donnerstag. Dort wurde im Rahmen der Haushaltsberatung nur allgemein über das Thema gesprochen, es gab keine Debatte dazu.
Was für Schäfer und für die allermeisten Ortsbeiratsmitglieder quer über Parteigrenzen hinweg aber schon länger klar ist: Sie lehnen einen abgespeckten Neubau ohne Restaurant und Bühne, um eine maximale Kostenminimierung zu erreichen, ab. In anderen Teilen Königsteins könnte es aber ein ganz anderes Bild geben, wenn letztlich die Stadtverordnetenversammlung entscheidet, „Für uns ist das keine Lösung, das Bürgerhaus abzureißen und es ohne Restaurant neu zu bauen“, sagt Schäfer, der in diesem Modell nur noch eine „Mehrzweckhalle mit Vereinsräumen, aber kein Bürgerhaus“ sehen würde. In der nächsten und letzten Gremienrunde des Jahres, beginnend mit der Sitzung des Ortsbeirats Falkenstein am 23. November, wird das Bürgerhaus wieder auf die Tagesordnung kommen. „Wir werden noch eine Debatte zu führen haben, auch in der CDU“, weiß Schäfer. Und das parallel zu den Haushaltsberatungen bei knappen Kassen und einem aktuellen Fehlbetrag von 3,7 Millionen Euro im Haushaltsentwurf für 2027.
Immerhin sind bereits Gelder in den Haushalt eingestellt worden für das Bürgerhaus: 3,5 Millionen Euro im Jahr 2025 und 2,5 Millionen Euro im kommenden Haushaltsjahr, hinzu kommen 2,5 Millionen Euro vom Kreis für den DIN-gerechten Neubau der Sporthalle – allerdings einmalig, nicht in zwei aufeinanderfolgenden Jahren, wie es der Haushaltsentwurf noch ausgewiesen hat. Davon sollte am besten nicht mehr zu viel in weitere alternative Neu- und Umplanungen hineinfließen, sondern eine tragfähige Entscheidung herbeigeführt werden.