Falkenstein (kw) – Was zunächst aus der Not heraus entstand, hat sich als ziemlich gute Idee erwiesen: In Falkenstein werden auch in diesem Jahr Erntedankfest und Cidre-Fest gemeinsam gefeiert. Die beiden Falkensteiner Kirchengemeinden und der Städtepartnerschaftsverein Falkenstein – Le-Mêle-sur-Sarthe laden am Sonntag, 27. September, zum ökumenischen Erntedank mit deutsch-französischem Cidre-Fest an die Martin-Luther-Kirche ein.
Im vergangenen Jahr musste das traditionelle Cidre-Fest seinen angestammten Platz am Bürgerhaus verlassen. Wegen des damals geplanten Abrisses war unklar, ob das Gelände zur Verfügung stehen würde. Also taten sich der Partnerschaftsverein und die Kirchengemeinden zusammen und verlegten das Fest kurzerhand zur Martin-Luther-Kirche. Mit Erfolg: Die Atmosphäre war entspannt, die Besucherzahl erfreulich groß – und schnell war klar, dass diese Verbindung auch künftig Bestand haben sollte.
Los geht es um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche. Anschließend wird rund um die Kirche deutsch-französisch weitergefeiert.
Im Mittelpunkt steht dabei der Apfel, der Falkenstein und seine französische Partnergemeinde Le-Mêle-sur-Sarthe verbindet. Hier der deutsche Apfelwein, dort der französische Cidre. Auch kulinarisch darf die deutsch-französische Freundschaft gerne auf dem Teller landen: Angeboten werden unter anderem Coq au vin vom Restaurant Anna Luise, Quiche und Bratwurst sowie Kuchen. Dazu gibt es passende Getränke – natürlich Apfelwein und französischen Cidre, außerdem Elsässer Crémant.
Die große normannische Apfelpresse, die sogenannte „Gadage“, gehört traditionell ebenfalls zum Cidre-Fest. Sie erinnert daran, dass rund um den Apfel nicht nur getrunken, sondern auch eine jahrhundertealte französische Tradition gepflegt wird. Leider muss das traditionelle Apfelpressen entfallen, denn die Gadage ist fest am Bürgerhaus installiert.
So verbindet das Fest zwei Anlässe, zwei Kulturen und jede Menge Geselligkeit – und zeigt ganz nebenbei, dass aus einer ungeplanten Veränderung manchmal eine ziemlich schöne neue Tradition entstehen kann.