Falkenstein (kw) – Ruhig sollte er ruhen für die nächsten hundert Jahre. Die Rede ist von dem Felsbrocken im Steilhang unter dem Turm der Burgruine Falkenstein, der aufgrund seiner Instabilität fast ein Jahr lang für eine Teilsperrung der Burg gesorgt hatte. Im Juni war das mehrere Tonnen schwere Ungetüm freigehebelt und von einer Holzkonstruktion aufgefangen worden, um einige Meter tiefer am Hang oberhalb eines schmalen Querwegs zum Liegen zu kommen. Erster Stadtrat Jörg Pöschl im Ortsbeirat und die Stadtverwaltung hatten daraufhin Entwarnung gegeben, den Burgturm wieder geöffnet.
Jetzt wurde aber bekannt, dass der Fels doch noch nicht so optimal gebettet ist. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er bei Starkregen und Bewegungen des Erdreichs doch ins Rutschen kommen könnte. Nicht auszudenken für die Stadt, die die Verkehrssicherungspflicht auf der Burg hat, wenn dadurch Menschen zu Schaden kommen würden. Daher kam jetzt die Entscheidung der Verwaltung, nach Rücksprache mit Stadtbrandinspektor Stefan Freund, zügig zu handeln und nicht auf weitere Gutachten zu warten. Bauunternehmer Gerd Pfaff wird die Aufgabe übernehmen, mit einem angemieteten Bagger, dessen Schaufel durch einen gewaltigen Hydraulikhammer ersetzt wird, dem Fels zu Leibe zu rücken und in kleinere Brocken zu zerlegen, die sich abtransportieren lassen. Assisitiert wird der Mann für „Spezialeinsätze“ von Mitarbeitern des städtischen Betriebshofs. Die Aktion sollte am Mittwoch (nach Redaktionsschluss) stattfinden.