Falkenstein (kw) – Für die Zukunft der Kindertagesbetreuung am Standort Falkenstein ist eine gemeinsame und langfristig tragfähige Lösung gefunden worden. Nach der Kündigung des Trägervertrags durch die evangelische GüT zum 31. Dezember 2026 haben sich die evangelische Martin-Luther-Gemeinde (Eigentümer der Liegenschaft der evangelischen Kita Villa Regenbogen), die katholische Pfarrei Maria Himmelfahrt im Taunus (Trägerin der katholischen Kita Christkönig in Falkenstein) sowie Bürgermeisterin Beatrice Schenk-Motzko und die Verwaltung der Stadt Königstein gemeinsam an einem runden Tisch beraten und in offenem und konstruktivem Austausch nach einer Lösung gesucht, die sowohl die veränderten Rahmenbedingungen als auch die Bedürfnisse der Familien berücksichtigt.
Dabei galt es, sowohl die rückläufigen Geburtenzahlen und der damit verbundene perspektivisch sinkende Bedarf an Betreuungsplätzen zu berücksichtigen als auch gleichzeitig eine langfristige Perspektive für die Kinderbetreuung in Falkenstein zu schaffen.
Katholische Kita zieht um
Im vertrauensvollen Miteinander konnte eine gute gemeinsame Lösung gefunden werden: Zum 1. Januar 2027 wird die katholische Kita Christkönig in das Gebäude der evangelischen Kita Villa Regenbogen umziehen. Dort wird unter katholischer Trägerschaft mit zwei Kindergartengruppen das Betreuungsangebot als ökumenische Kindertagesstätte weitergeführt. Damit bleibt die Kindertagesbetreuung am Standort Falkenstein erhalten und wird zugleich an die veränderten Bedarfszahlen angepasst.
Besonders wichtig: Alle derzeit in den beiden konfessionellen Kitas in Falkenstein aufgenommenen und betreuten Kinder können in die neue ökumenische Kita übernommen und ihre Betreuung ohne Unterbrechung fortgeführt werden.
Die gemeinsame Lösung wurde dem Magistrat in seiner Sitzung am 28. September durch die Bürgermeisterin vorgestellt. Die Eltern beider Kitas wurden umgehend zu einem außerordentlichen Elternabend eingeladen und damit schnellstmöglich und noch vor den Herbstferien über die geplante Veränderung und die gemeinsame Lösung informiert.
Die zwischen allen Beteiligten gefundene Vereinbarung ist das Ergebnis eines offenen und vertrauensvollen Austauschs. Dabei stand nicht zuletzt auch die Kurzfristigkeit im Vordergrund, in der eine Lösung zu entwickeln war, um eine durchgängige Betreuung vor Ort über den 31. Dezember 2026 sicherzustellen.
Die Zusammenführung der beiden konfessionellen Kitas ist ein gutes Beispiel gelebter Ökumene und verbindet die notwendige Anpassung an die demografische Entwicklung mit dem gemeinsamen Ziel, Kindern und Familien auch künftig ein verlässliches Betreuungsangebot vor Ort zu bieten. Abhängig von der Entwicklung der Betreuungsbedarfe in Königstein ist mittelfristig die Einrichtung einer Krippengruppe geplant.
In der Zeit bis zum Jahresende stehen noch zahlreiche Vorbereitungs- und Umsetzungsschritte an, die alle Beteiligten auch weiterhin motiviert und im Schulterschluss angehen möchten. Dabei werden in den nächsten Wochen bis zum Umzug Begegnungsmöglichkeiten für die Kinder beider Kitas und ihre Familien geschaffen, um den Übergang möglichst sensibel zu gestalten. Bei konstruktivem Miteinander und dem Zutun aller Beteiligten sollte einem gelingenden gemeinsamen Start im Januar nichts mehr entgegenstehen.